148 476 480. Weltweisen, welcher die Thorheiten der Narrenwelt beweint. Augs- burg 1706, stellt die berstende Narrenwelt vor, und wie sich der Weise von ihr abkehrt, 4. Auf diesem Blatte kommen die Buchstaben G. W. vor. 476. Unbekaplntegr lläedaiiläeiäi- oder läormeril welcher in der egsäen ä. te es ahrhun erts t ätig war. Man n et {Q1 eine schöne Medaille mit dem Brustbilde des Land- grafen Philipp I. von Hessen mit Barett, und Kette um den Hals. Unten stehen die Buchstaben G W. Auf dem Revers zeigt sich eine geflügelte weibliche Figur mit einem Leuchter von drei Kindern um- geben, erstere der grossen Fortuna von Albr. Dürer nachgeahmt. Die Umschrift enthält den Wahlspruch des Landgrafen: MEIN. STERKE. envo. VND. LOB. IST. MEIN. man. vnn. cor. EXO. 15. Zu beiden Seiten der ge- flügelten Kugel ist die Jahrzahl 1535, und über dem linken Flügel H mit dem Kreuze. Dieser Buchstabe deutet wohl keinen Künstler an. 477. Medailleure und Münzmeister, welche G. W. zeichneten. G XV Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen dzc. S. 129, nennt die beiden Münzmeister. Unbekannter Medaillcur oder Farmer, welcher in den ersten De- cennien des 17. Jahrhunderts thätig war. Von ihm ist ein schöner Medaillen mit dem Bildnisse des Herzogs Christian von Braunschweig. Auf dem Revers steht ein Todtenkopf mit der Sanduhr auf dem Sarge. Der Herzog wurde 1616 Bischof von Wolfenbütel und starb 1626. Georg Wunsch, Münzmeister in Heidelberg 1712-1736. Er zeich- nete auch I. G. W. Georg Wörschlcr, Münzmeister in Durlach 1'760-- 1779. 478. Unbekannter Kupferstechcr, welcher in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Sachsen thätig war. Die gegebenen W Buchstaben findet man auf einem Blatte mit dem sächsischen JE Wappen der Ernestinischen Linie. Oben ist ein Cartouche mit lateinischer Inschrift, und unten ein zweiter mit zwei deutschen Versen, kl. fol. 479. eottmea Wnls oder Waals, Landschaftsmaler aus Köln, war m um 1640 in Italien thätig. Schüler von Agostino Tassi, ' malte er meistens Bilder von geringem Umfange , und führte sie mit grossem Fleisse aus. Sie erinnern an : jene des Adam Elzheimer, man Endet aber deren in Deutschland selten. Wals arbeitete in Genua, _Savo_na und Neapel. In letzterer Stadt übertrug ihm der Vicekönig ein _e1n- trägliches Amt, und da verlor er beim Erdbeben das Leben. Auf seinen Gemälden findet man die gegebenen Initialen. Die ersten Buchstaben kommen auch auf einem radirten Blatte mit einer italienischen Land- schaft im Runde vor. Auf dem Hügel am Wasser stehen Baumgruppen, und links tritt die Hälfte eines italienischen Gebäudes hervor. In der Mitte vorn bemerkt man die Cursiven, kl. 4. 480. Wilhelm Gail, Architektur- und Genremaler, geboren zu München 1804, behauptet im Künstler-Lexicon IV. S. 554 (Ö W eine Stelle, doch reichen die Nachrichten nur bis 1836. b Gail zählte schon treffliche Gemälde in Oel und Aquarell, sehr zahlreich waren aber von jeher seine Zeich- nungen, da der Künstler in Frankreich, Italien, Sicilicn und Spanien Studien gemacht hatte. Viele Zeichnungen hat er selbst lithographirt. So entstanden die 30 Blätter "Erinnerungen an Rom, Florenz und