die erste Ausgabe des von J. Clein für Koberger gedruckten Hortulus animae: Anno dni. 1516 Kalödas Aprilis, 8. Heller (Lucas Cranach II. Aufl. S. 203) macht auf kein Blatt von E. Schön aufmerksam, sondern sagt nur, dass einige Holzschnitte mit der Jahrzahl 1515 versehen seien. Drei Blätter haben nach seiner Angabe das Zeichen des Hans Sprin- ginklee, von Schnitten des E. Schön bemerkt er nichts. Gerade in dieser Ausgabe sind aber die ersten Abdrücke. R. -Weigel, Kunst-Katalog N0. 14,132, macht bereits auf die Theilnahme des E. Schön aufmerksam. Heller nennt nur Blätter von E. Schön in folgender Ausgabe: Hortulus anime-. Anno dm". M. CCCCC. XIX. Am Ende: Hortulus anime impensis Joannis Koberger Nurenberge arte et industria Federici Peypus Anno M. CCCCC. XIX. V. idus Februarii, 8. Diese Ausgabe hat 73 Holz- schnitte, welche nach Heller grösstentheils von H. Springinklee und E. Schön herrühren. Doch sind nur fünf Blätter mit demZeichen des letzteren und der Jahrzahl 1515 versehen. Es wurden also wieder Platten der ersten lateinischen Ausgabe aus der Druckerei des J. Clein in Lyon von 1516 benutzt, und somit sind die Abdrücke der Ausgabe von 1519 dritter Art. 2) Ein grosser Rosenkranz mit der heil. Dreieinigkeit. Oben er- scheint Gott Vater in halber Figur segnend, darunter der heil. Geist über dem Heilande am Kreuze. Links sieht man Maria mit dem Kinde in halber Figur auf dem Halbmonde, rechts einen betenden Engel. Zu den Seiten des Gekreuzigten füllen Reihen von Patriarchen, Heiligen und Aposteln in halben Figuren den Raum. Ueber dem.Rosenkranze halten zwei Engel das Schweisstuch. Links erscheint der Heiland dem hl. Gregor bei der Messe, rechts geht die Stigmatisation des hl. Franz vor sich. Unten links sind die geistlichen, rechts die weltlichen Würden und Stände vertreten. Im unteren Theile ist das Fegfeuer vorgestellt. Ueber der Vorstellung sind vier Zeilen Text: Gegenwurlf Christenlichs "gcbets des hymelischen Rosenkrantz etc. Unter dem Bilde stehen ebenfalls vier Zeilen: Kunz berioht diser Figur etc. Am Felsen links in der Vor- stellung ist das fünfte Zeichen, welches Brulliot I. N0. 1808 abweichend gibt, so dass es auf den Blättern nach Gualther Rivius vielleicht variirt. H. der Platte 14 Z. 10 L. Br. 11 Z. Höhe mit dem Typendruck 29 Z. Diess ist eine etwas veränderte Copie des Blattes, welches Bartsch im Appendix zu A. Dürer's Holzschnitten N0. 29 beschreibt. Heller zählt diese vergrösserte Nachbildung S. 780 N0. 2050 auf, spricht aber von lateinischen Ueberschriften der Abtheilungen der Heiligen im Kranze: Serqphin. Cherubin , Throni etc. , und bemerkt noch, dass imersten Drucke die Ueberschriften mit deutschen, im zweiten mit" lateinischen Lettern gedruckt seien; Er stimmt auch dem Urtheile Haueüs bei, welcher das Blatt dem E. Schön zuschreiben will. Von dem Zeichen des Künstlers am Felsen bemerkt er nichts, und somit muss das von ;Heller' beschriebene Blatt mit lateinischen Ueberschriften von anderer Hand herrühren. Im Blatte mit E. -Schön's Zeichen sind keine Ueber- schriften; wenigstens kam uns keine Exemplar mit solchen vor. Bartsch kennt diesen Holzschnitt nicht. 3) Das llenbüchlein, unter dem Titel: Vndcrweisung der Pro- portion ammiälung der passen ligend vnnd stehend abgastolcn, "durch Erhartevi. Sähön-tvon Nürnberg. für die jungen Gesellen etc. Nürnberg 1538. 1542, 1543, 1564. Die erste Ausgabe dieses seltenen Werkchens erwähnt Heller in seinen Beiträgen 8m. 1. 91 ,_Bartsch' kennt nur die Audage von 1542. Sie enthält 48 Seiten mit 36 Holzschnitten, wovon nur sieben das Monogramrm tragen. Auf dem Titel ist dag grosse Zeichen, welches wir oben beigefügt haben.