928 2183 2184. Man kennt von diesem Blatte auch Abdrücke mit vier lateinischen Versen im Rande: Formosa haec Leda est eto., und sie sind wahr- scheinlich späterer Art. Uebcrden Verfertiger, welcher wohl nur Copist ist, verlautet nichts. Es cxistirt nämlich ein altes kräftig gestochenes Blatt mit Michel Angelo's Leda, welches unten: AL 1551, bezeichnet ist, qu. fol. Heinecke spricht von einem alten Stiche, welcher dem Marc Anton zugeschrieben wird. Vielleicht handelt es sich um das- selbe Blatt, welches, nach den Buchstaben AL zu urtheilen, Antonio Lafreri ausgab. Das zweite Zeichen gibt Heller im Monogrammen-Lexicon S. 63. Er hält es für jenes eines Kupferstechers, welcher im 17. Jahrhunderte in Italien gelebt haben könnte. Mit dieser Angabe ist nur wenig ge- wonnen, da Heller kein Blatt mit diesen Buchstaben nennt. Vielleicht basirte er auf der Notiz bei Heineckc, welcher aber dem oben er- wähnten Blatte ein viel höheres Alterthum gibt. 2183. Unbekannter Maler, welcher um 1559 in Italien gelebt C haben dürfte. Herr Börner kennt von seiner Hand eine flüchtig A radirte Landschaft im heroischen Style, welche aber Unheholfeix- heit im Machwerk zeigt. Die Gegend dehnt sich nach oben hin aus, und ist von einem breiten Strome durchflossen, dessen Ufer nach der Ferne zu gebirgig, und hie und da mit Burgen und Städten besetzt sind. Der Vorgrund besteht aus mehreren nach rechts aufsteigenden Anhöhen, und bei Gebäuden ragt Mast und Segel eines Schiffes empor. Auf dem Flusse sieht man mehrere Fahrzeuge, deren Mannschaft in feindliche Berührung kommt. Links am Lande wird ein Boot in's Wasser gezogen, um an dem Gefechte Theil zu nehmen. Links vorn am Strunke eines Baumes bemerkt man die Buchstaben C A, und rechts am Boden die Jahrzahl 1559. H. 6 Z. 8-9. Br. 9 Z. 4 L. 2184- Gaspar Ämort war in München thätig, und lebte vyon 1612 C A bis 1675. Er malte historische Darstellungen in der W cise des ' Carravaggio, dessen Werke er in lllallelldStliqtälfft hatte. Diailnn finden sich auch Landschaften mit Figuren un iereu von im. Von J. Schinagl nach ihm geistreich radirt kennen "wir ein Blzitt mit den Musen und Pieriden in einer Landschaft, 4. Auf einigen Gemälden und Zeichnungen dieses geschickten lgünstlers stehen die Buchstaben C. A. Uebrigens schrieb er "Am Ort. Brulliot II. N0. 317 kennt ausgetuschte Federzeichnungen mit Landschaften und Tliieren, welche ebenfalls mit C. A. bezeichnet sind. Sie werden einem Gornel Abraham, d.h. einem Cornel Abraham Bega odelr Begyn zugeschrieben. Allein ein Bega oder Begyn mit die- sen Vornamen ist tinbekunnt. Man weiss nur von Cornelis Bega, welcher Bilder in der Weise des Adrian van Ostade malte. Landschaften mit Vieh üälet man: zzvar _von tBelgebyn oder Begynä es siäh aber, {ib dieser eister signir a e se ist in eni 4a e, nss er (18 Taufiiamen Cornelis Abraham führte. Die früheren Schriftsteller haben wahrscheinlich C. Begais Taufnamen mit jenem des A. Begyn irrig ver- bunden, und daraus ist wohl ein Cornel Abrahani Bega, eder Begyn entstanden. Auf den beiden seltenen Radirungen dieses Meisters steht, die Anfangsbuchstaben zum Monogramme verbunden, ABegeyn f. Beide Blätter stellen Landschaften vor, und beurkunden einen Nachahmer des Nicolaus Berghem. Unter dem Monogramm AB. N0. 158 haben wir sie beschrieben. Landschaftliche Zeichnungen mit Figuren und Thieren, welche einem Cornel Abraham Bega oder Begyn zugeschrieben werden, haben wir nicht gesehen, und konnten daher nur unser Be-