524 1223 1224. Eiern, und gegenüber ist das Weib mit zwei Hühnern. Die Darstellung ist gegenseitig, nach Dürer's Stich von 1519. B. N0. 89. Mit dem zweiten der oben gegebenen Monogrammen. H. 4 Z. 3 L. Br. 2Z. 7 L. 1223. Unbekannter Meister. Der Träger dieses Zeichens gehört 36ml") zu den vielen älteren deutschen Künstlern, deren Namen ' ' in Vergessenheit kamen. In dem uns zu Gebot stehenden Notizbuche eines älteren Kunstfreundes ist indessen der Name Augustin Schmuckher eingetragen, man kann aber darunter nicht den Augsburger Maler A. Schmucker verstehen, da. dieser 1539 starb, wie aus dem alten, von Thoman Burgkmair angelegten Handwerksbuche der genannten Stadt hervorgeht. Mit dem unten folgenden Monogrammisten AS von 1568 kann er auch nicht Eine Person seyn, wie Heller meint, da die Blätter dagegen sprechen. Unser Meister gehört wahrscheinlich zur Klasse der Goldschmiede, da seine beiden Hauptblatter als Musterstücke für solche zu betrachten sind. Bartsch IX. p. 50 beschreibt folgende Blätter von ihm: 1) Die Fortuna, mit einem Fusse auf der Kugel stehend, während sie den andern im Fluge erhebt. Auch ihre beiden Arme sind erhoben. Im landschaftlichen Grunde breitet sich ein von Bergen eingeschlossenes Thal aus. In der Mitte oben über dem Kopfe der Figur ist das Zeichen mit der Jahrzahl 1540, und im oberen Rande steht in Versalien: Er- rat. Per. Trifidvm. Fortvna. Volvbilis. Orbem. Omnipotenti. Tamen. Re- giwr. Illa. Manv. Rund, Durchmesser 2 Z. 2 L. 2) Die Justitia in einem ornamentirten Streifen mit schwarzem Grunde. Die Gerechtigkeit erscheint als weibliche Figur in antiker Kleidung, und schreitet unten mit Dolch und Waage nach rechts. Das Monogramm, hier mit der Jahrzah11538, steht unten rechts auf einem Täfelchen. H. 4 Z. Br. 1 Z. 10 L. 3) Ein ähnliches Blatt, mit Amor auf einer Art Candelaber. Er schiesst nach links hin seinen Pfeil ab. In halber Höhe des Blattes sitzt ein nacktes Kind am Rande des Bassin, und blickt nach zwei an- deren Kindern, welche rechts und links unten stehen. Auf dem Täfel- chen links unten steht das etwas grössere Zeichen mit der Jahrzahl 1539. H. 5 Z. 11 L. Br. l Z. H L. 1224. Adamo Ghisi, Kupferstecher von Mantua, ist nach seinen Ä m Lebensverhältnissen wenig bekannt. Er war vermuthlich ' m der Sohn des Gio. Battista Ghisi, denn Vasari sagt im Leben m , des Hugo da Carpi, dass dieser Künstler zwei Söhne ge- habt habe. Er nennt übrigens nur die Diana Mantuana als Tochter, Adamo passt aber der Zeit nach vollkommen als Bruder derselben, so dass er an die Stelle des Giorgio Ghisi tritt, welcher gewöhnlich als älterer Bruder des Adam bezeichnet wird. Malpe und Malaspina lassen ihn 1530 geboren werden, ohne einen hinlänglichen Beweis für sich zu haben. Das älteste Datum auf seinen Blättern ist 1566". doch muss er schon viel früher gearbeitet haben, da man eine Copie der das Kind saugenden Madonna nach G. B. Man- tuano kennt, welche folgende Inschrift trägt: Adam Sculptor an. XI. Leider ist das von Bartsch" N0. 2 beschriebene Original ohne Datum, so dass auch daraus das Geburtsjahr nicht ermittelt werden kann. Von 1577-1585 scheint A. Ghisi den Kunsthandel betrieben zu haben. Auf einem Blatte mit Christus am Kreuze von 1577 steht nämlich: Adam Mantuanus Smlptor ewcuzlit. Das Blatt mit der hl. Jungfrau und einigen Heiligen, welches Bartsch N0. 8 dem A. Ghisi zuschreibt, ist ebenfalls nur dessen Verlagsartikel, da es die Initialen M. G. F. trägt, welche man auf Matthäus Greuter deutet. Die Adresse: "Adam sculptor