A0 AOF. 1089- 1091. 473 sind geistreich in 0stade's Manier behandelt, 12. Die Werke dieses Künstlers sind selten. Das Todesjahr desselben ist unbekannt. Alexander Orlowski, Zeichner und Maler, geb. zu iVarschail ß 1777, machte seine Studien an der k. k. Akademie in St. Peters- burg, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach Irrqnk- reich, Deutschland und Italien. Er zeichnete sich als Schlachtenmaler aus. Der Kaiser Alexander I. von Russland ernannte ihn zum Hof. maler, und auch Kaiser Nicolaus I. bestätigte ihn in dieser Ehrenstelle. Seine Hauptwerke in der Bataillenmalerewi kamen in den Besitz der ge- nannten Herrscher, doch iindet man auch in den Palästen der russischen Grossen Schlachtbilder, historische Darstellungen, Scenen aus dem russischen Volksleben, und Bildnisse von seiner Hand. Mehrere seiner Zeichnungen wurden theils von ihm selbst, theils von anderen Künst- lern lithograpliirt. Zu den OriginalLithographien gehören vier grosse Blätter mit russischem berittenen Militär, und das eigene Bildniss des Künstlers. Eine seltene Radirung des Meisters stellt einen Wettrenner mit Jokey vor, qu. 8. Wir haben im Künstler-Lexicon X. S. 376 einige Werke dieses 1833 verstorbenen Meisters aufgezählt, ausführlich han- delt über ihn das neue polnische Künstler-Lexicoxi des Grafen E. Ra- stawiecki: Slownik Malarzöw Polskich przez Edwarda Rastawieckiego. Warszawa 1850 -1857, lI. p. 76. Diesem Werke ist auch das von J. F. Pi- warski gestochene Bildniss Orlowskils beigefügt. Es ist mit dem Mono- gramme und der Jahrzahl 1820 bezeichnet. Der Künstler zeichnete es selbst in einem Alter von 43 Jahren, wie die Inschrift besagt. Auch auf lithographirten Blättern, und auf Zeichnungen und kleineren Ge- mälden steht das Monogramm des Äleisters. Es ist aber auch 0A zu lesen, so dass wir unter diesen Buchstaben auf ihn zurückkommen. 1090. Pietro, U0nt0 de Rotari, Maler und Radirer, geb. zu Verona ß 1707, gest. zu St. Petersburg 1762. Schüler des A. Balestra JQ, und Trevisani spendet ihm Lanzi das Lob eines vorzüglichen Künstlers, welcher, wie Catullus der Veroner, die Grazien zu Erzieher- innen gehabt habe. Znviel für einen Manieristen," welchem es selbst an Farbensinn gebrach. Seine Madchengestalten bestechen aber den- noch, und sie mögen zu Rotarfs bessten Bildern gehören. Die Kaiserin Oatharina von Russland erwarb 300 Büsten von Mädchen, und brachte sie in einem Salon an, welcher als Cabinet der Moden und Leiden- schaften galt. Graf Rotari hatte indessen auch in Rom, Neapel und Dresden seine Verehrer und Lobredner. Im Künstler-Lexicon XIII. S. 462 haben wir ihm ebenfalls einen ausführlichen Artikel gewidmet. Die gegebenen Zeichen dürfte man für A0. nehmen, nicht fürPfL, obgleich das erste Zeichen dieseBuchstaben ausdrücken soll. Das zweite Monogramm gibt Heller unter AP. Das erste ündet man auf einigen radirteu Blitttern des Meisters, welche meistens geistreich be- handelt sind. Im Lexicon sind deren 21 verzeichnet. Alltüllij Oberman, Maler und Radirer, wurde 1781 zu Amster- dam geboren, und mit glücklichem Talente be- AO ßy" gabt, gründete er in kurzer Zeit einen ehrenvollen ' v Ruf. Er malte Landschaften mit Baulichkeiten, Perdestätlle, Viehweiden, Blumen und Früchte äsc. Nach einer gefalligen Mittheilung Illldßt. man die ersten Initialen auf einem Gemälde, welches Kühe und Pferde im Hofe vor dem Stalle vor- stellt, es sollen aber die meisten Werke des Künstlers mit dem Namen versehen seyn. Ausserdem kennen wir nur ein leicht radirtes Blättchen, welches einen von vorn gesehenen Ochsen neben dem Baume vorstellt, und mit A0. f. 5. versehen ist. Dieses seltene Blatt dürfte von Ober- man herrühren, und einer seiner früheren Versuche auf Kupfer seyn.