929 932. von Spanien, des Erzherzogs Ferdinand und des Erzherzogs Carl von Oesterreich. Jedes Bildniss hat eine Namensunterschrift, und darüber sind deutsche Verse gedruckt. Unter den Holzschnitten stehen die Buch- staben A. M. Die Holzplatte wurde auf der Rückseite des Titels fol- genden Werkes abgedruckt: Historien der Königreich Hispanien, Portugal vnd Aphrica München, Adam Berg 1589, fol. Für dieses Geschichts- werk fertigte A. Mair auch Kupferstiche, und es ist daher sehr wahr- scheinlich, dass auch die in Holz geschnittenen Fürstenbildnisse von ihm herrühren. Auf den Kupferstichexr aber, welche nicht den Namen des Meisters tragen, findet man das bekannte gothische Monogramm AM. 929- Anton Meybusch oder Meybus, Medailleur, stand um 1667 1677 in Diensten des Königs Christian V. von Dänemark, und AM- arbeitete auch für CarlXI. von Schweden. Später begab sich der Künstler nach Paris, wo damals Roettiers und Mauger das Feld be- haupteten, neben welchen aber auch Meybusch eine ehrenvolle Stelle einnahm. Eine Medaille mit. dem Bildnisse Ludwig XIV. verdient be- sondere Beachtung. Im Jahre 1690 begab sich der Künstler wieder nach Copenhagen, und starb daselbst um 1701. Meybusch hatte den Ruf eines vorzüglichen Künstlers. Zu seinen früheren und schönsten Arbeiten gehört die Denkmünze auf die Ver- mählung Christian V. mit der Prinzessin Charlotte Amalie den 25.Juni 1667, welche in Silber 5M, Loth schwer ist. Dann fertigte er auch Medaillen auf die dänischen Siege von 1676 und 1677, mit dem Bild- nisse des genannten Königs auf dem Avers. Besondere Erwähnung ver- dient auch die Krönungsmedaille Carl XI. 1675, und dessen Vermählungs- Medaille von 1680, ferner die Medaille mit dem Bildnisse der Königin Ulrica Eleonora, Gemahlin Carl XI. dtc. Auf einigen Geprägen stehen die Buchstaben AM. 930. A. Mason, Formschneider von London, fand unter dem AM Mouogramm AM. eine Stelle, und daher verweisen wir hier auf N0. 903. 931. Adrian Matham, Kupferstecher, war in der ersten Hälfte A PI des 17. Jahrhunderts in Harlem thatig. Er stach mit ' G. Kittenstein die Blätter in dem Gedichte des J. Cats; Houwelyck. da! is, da gantsche geleyentheyt des Echten-staels. Die Zeich- nungen fertigte Adrian van der Venne, welcher um 1626- 1630 mehrere Gedichte von J. Cats illustrirt hatte. Auf den genannten Blättern stehen obige Initialen. Adrian Matham war der Sohn des Jakob Matham. Dieses erhellet aus einem Blatte, welches den Grafen Diderick von Holland vorstellt, und bezeichnet ist: Adr-ianus Matham Jan. fiI. Harlemensis sculpsit A". 1626. Dieses Blatt findet man neben anderen von A. Matham in dem Werke des Petrus Sciverius: Oude Goudsche Kromjken, of Historie van Holland etc. Amsterdam 1663, 4. 932. Anton Montford. genannt Blocklandt (1532-1583), zeich- nete auf solche Weise ein von Ph. Galle gestochenes Blatt. AM Venus auf den von Wolken umgebenen Wagen beweint den JNVE-N Adonis, welcher todt auf dem Boden ausgestreckt liegt. Rechts trauert Amor, und links sieht man den Hund des Jägers. Im Rande steht: MORTALIS SVPERVM MONITVS QVIA SPREVIT ADONIS 8m. H. 8 Z. und 3 L. Rand, Br. 10 Z. 6 L. Der Stecher hat sich auf diesem Blatte nicht genannt, links unten an einem Steine ist aber obige Bezeichnung. Vgl. auch N0. 911.