133 134. von Contrafäten, Historien 8m. hinterlassen, wormit er grosses und herr- liches Lob verdient." In Cöln waren ehedem zahlreiche Werke von diesem Künstler, gegenwärtig sind sie aber leicht zu zählen. In der Kirche zur hl. Maria im Capitol findet man sieben Bilder aus dem Leben des hl. Martin, und darunter ist eines mit dem Monogramme und der Jahrzahl 1615 versehen. Johann Hogenberg und Johann Gelle stachen nach ihm vier Blätter mit Darstellungen aus der Parabel vom verlernen Sohne, fol. Auf diesen Kupferstichen findet man das erste Zeichen mit dem Beisatze: inuent. Das zweite Monogramm steht auf dem Titelblatte zu: Venerabilis Bedae Opera. Coloniae Agrippinae MDCXII, fol. Es ist von Peter Isselburg gestochen, stellt oben die Anbetung der Könige, und unten die Ankunft der hl. Ursula mit ihren Jungfrauen vor. Dass das Zeichen jenes unsers Meisters ist, beweiset auch der beigefügte Name desselben: A. Braun figur. Ueberdiess kennt man kein Werk mit den gegebenen Monogrammen. Ob die unter N0.126 erwähnten Gemälde von Augustin Braun herrühren, lassen wir dahin gestellt. Merlo (Kunst und Künstler in Cöln S. 58) verzeichnet eine Anzahl von Knpferstichen nach A. Braun, aber nur zwei eigenhändige Blätt- chen mit dem Namen des Künstlers. Harzheim nennt in seiner Biblio- theca Coloniensi p. 26 ein Workchen, auf dessen Stichen vielleicht das Monogramm vorkommen könnte: Vita B. M. Virginis elegantissimis iigu- ris aeneis expressa ab Augustino Brun Chalcographo. Goloniae 1592, 8. 133. Ambros Breughel, oder Aßegeyn? Das Monogramm, welches vielleicht keinem dieser Meister angehöret, findet man I 6 m09 auf Blumenstücken in Oel, deren zwei in der Gallerie des Belvedere zu Wien aufbewahrt werden. Mechel schreibt sie im Cataloge der Gallerie dem Ambros Breughel zu, und auch in dem neuen Cataloge von A. Kraift ist diese Deutung beibe- halten. Allein der Blulnenmaler A. Breughel blühte von 1653 -73, und somit müsste der Meister im Belvederc ein älterer Künstler dieses Namens seyn. Ein solcher ist indessen nicht bekannt. Wir kennen aber einen Blumenmaler A. Begeyn, welcher in den beiden ersten De- cennien des 17. Jahrhunderts Blumen und Früchte mit Beiwerken von Gefässen und Insekten malte. Er ist wahrscheinlich der Vater des Abraham Begyn, welcher in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Landschaften mit Thicren und Architektur malte. Dieser Meister be- diente sich eines aus BG. bestehenden Monogramms. 134. Andreas Bretschneider, Maler und Badirer von Leipzig, wurde um 1578 geboren. Es kommt bei früheren E E Schriftstellern gewöhnlich nur ein Abraham ' ' l Bretschneider vor, und da diesem Meister die Blätter des Andreas zugeschrieben werdcn,_ so glauben Äwir nicht an die Existenz eines Abraham. Unser Künstler ist von 1601-1640 durch verschiedene schöne und seltene Blätter bcglaubiget. Er war sächsi- scher Hofmaler. Wir haben seiner im Künstler-Lexicon erwähnt, fügen aber hier als Nachtrag folgende interessante, und theils höchst seltene Werke bei, da die meisten n1it Monogrammen versehen sind, besonders in der Form des ersteren Zeichens. Der Künstler bediente sich aber auch eines aus den Cursivbuchstaben AB bestehenden Monogramms, welches unten N0. 161 gegeben ist, nebst Hinweisung auf die Blätter, welche dasselbe tragen. 1) Abbildung vnd Repräsentation der Fürstlichen Inventionen, Auf- züge, Ritter-Spiel, auch Ballet, So in des Dnrchleutigen dtc. Herren Johann Georgen, Fürsten zu Anhalt Hotlager zu Dessau den