186 Zusätze und Berichtigungen zll Hafaefs nach einer Handzeichnung von Professor in gleicher Grösse gestochen von Johann finden bei Artaria S: Comp. in Wien. q. fol. Kupferstich Eduard Steinle Zitek 1851. Zu Zeichnungen Zll Stempeln für Münzen. Lorenzo de Medici, Herzog von Urbino beabsichtigte eine Münze mit seinem Bildniss prägen zu lassen. Dieses erhellt aus einem Brief des Goro Gheri aus Florenz vom 6. November 1517 an jenen Fürsten, der sich damals in Rom befand. Darin schreibt er: „Desiderei ehe la Exa Vostra faeesse fare la imprompta sua sehizzata in earte eol car- bone, ehe sia in proIilo eome ha a stare nella moneta, perche quella ehe e qui di Vostra Exa e in faeeial), donde non si ritrarrebbe cosi bene, et non staria bene ehe la testa di Vostra Exa neu fosse ben naturale, Perb quella veda chc Raffaello da Urbino, o altro chi le pare la iaeci, et mandieela ehe si farä in un tratto"2). Ob nun der Herzog sein Bildniss in Rom durch Rafael llll Profil hat zeichnen lassen, darüber fehlen uns weitere Nachrichten; doch ist es höchst wahrscheinlich. Noch wird dem Rafael zuweilen, die Zeichnung der Büste des Papstes Julius II. für die Medaille zugeschrieben, die auf dem Bevers die Darstellung der Bekehrung Pauli mit der Umschrift enthält: Contra stimulunl ne calcitres, Sie wurde im Jahre 1506 bei dem Einzug des Papstes in Bologna ausgeworfen und ist die Zeichnung wie der Stem- pel dazu von Francesco F rancia gefertigt worden. Abbil- dungen davon geben die Werke von Cieognara, „Storia delta scultura", ll, Tav. 85, 9, und der "Tresor numisma- tiqne, medailles des Papas", pl. IV, 5; Paris, ehez Rittncr et Goupel, 1839. fol. 1) Dieses Portrait ist nicht jenes von Rafael gemalte, da es, wie wir aus einem Brief des Herzogs an Baldassare Turini er- sehen, erst im Jahre 1515 von jenem ist gefertigt worden. Gaye, Carteggio BtC-x 145.