188 GeAnzälde C011 1513 bis 1516. 1516 mit ihr vermählt, sie das Jahr darauf in Mantua zu- rücklassend, in einer diplomatischen Angelegenheit nach liom gereist war. Es befindet sich zum erstenmal geilruckt bei den Werken der Fulvia Morata. Venetia 153-1, unter der Aufschrift: Bath. Castilionis elegia, qua fingit Hippoly- tam suam ad se scribentem, und lautet wie folgt: Sola tuos vnltns referens Baphaelis imago Picta manu, curas allevat nsque meas. Huic ego delicias facio arrideoque jocorque, Alloquor et tanquam reddere verba qneat. Assensu Ilutuque mihi saepe illa videtur Dicere velle aliqnid, et tua verba loqui. Agnoscit, balboque patreul puer ore salutat, Hoc solor, longos decipioque dies. Da der Graf Castiglione seit dem Jahr 1525 bis zu seinem am 2. Februar 1529 erfolgten Tod päpstlicher Ge- sandter am spanischen Ilofe war, so ist es wahrscheinlich, dass er sein Portrait mit nach Spanien nahm. Zur Zeit des Rubens und des Rembrandt treffen wir es in den Nie- derlanden; dieses erweist sich nicht nur durch eine Copie desselben von ersterm, welche sich in dessen Nachlass be- fand, sondern unzweifelhaft durch eine Zeichnung in Bi- ster nach dem Portrait von Rembrandtxmit folgender No- tiz: "De _Conte batasser de Katjlyone van Rafael, verkogt voor 3500 Gulden. Diese interessante Zeichnung von Rembrandt, hoch 4" G"! br. 3" belindet sich in der reichen Sammlung des Erzherzogs Karl in Wien. Wahr- scheinlich erstand das Bild damals Don Alphonso de Lopez, Rath seiner allerchristlichsten Majestät in Amsterdam, da es R. Persinius mit der Angabe „in aedibus Alph. Lopez" für Joachim Sandrart in Amsterdam gestochen hat. Von Holz auf Leinwand übertragen befindet es sich jetzt im Pa- riser lllusezzm. Kupferstiche: Regi Persinizas (Renier Perzyn), Joachi- mus Sandrart de]. et exc. Amsterd. in aedibus Alph. Lopez. Mit Unterschrift: Qui vedi il Balthasaro Castigglione, che Furie di corte rese si fino etc. k]. fol. Gegenseite. Nie. Edelinck. kl. fol. Gegenseite fiirs Cabinet Crozat. Nie. de La-rpzessin