253 Herrn De Noyers Schreiben; inzwischen ersuche ich Sie instan- digst, ihn auch von Ihrer Seite zu bitten, etwas Geduld zu ha- ben, und dabei in Betracht zu ziehen, dass mein eigener Ent- schluss sowie seine Befehle mir ganz unerwartet gekommen sind, während ich schon die gegenwärtigen Verbindlichkeiten eingegangen war. Ueberdies beschwere ich Sie, mir Ihre Meinung zu sagen, wie ich mich gegen Herrn De Chantelou zu benehmen habe in Betreff seines Bildes. Dasselbe wird zurMittfastenzeit fertig sein, es enthält ausser der Landschaft sechsunddreissig oder vierzig Figuren, und ist, unter uns gesagt, seine 500 Thaler so gut wie 500 Sous 1) werth. Da ich nun diesem Herrn jetzt sehr verpflichtet bin, so wünschte ich wohl, mich ihm dankbar zu erweisen; ihm aber ein Geschenk damit zu machen, wäre, wie Sie wohl einsehen werden, eine Freigebigkeit, die sich nicht gut für mich schicken würde. Ich bin also entschlossen, ihn wie Jemanden zu behandeln, dem ich verpflichtet bin bin ich dann erst dort, so werde ich ihm meine Dankbarkeit auf viel bessere Weise bezeugen können. Bringen Sie also die Sache mit ihm in Ordnung, wie es Ihnen am passendsten erscheinen wird. Ich möchte 200 Thaler nach hiesigem Gelde dafür haben, Wobei ich ihm meiner Berechnung nach 100 und darüber er- lasse; jedenfalls möge er darin verfahren, wie es ihm gefällt. Denn wenn ich ihm schreibe, so will ich ihm nichts Anderes sagen, als dass sein Bild fertig ist, und dass er nur bestimmen möge, was ich damit zu thun habe, und an wen ich es geben soll, so dass er es erhalte. Sie würden mir auch einen grossen- Gefallen erweisen, wenn Sie erfahren könnten, wozu man mich dort verwenden will, und Weiches eigentlich die Absicht des Herrn De Noyers ist, hier zu Lande so viel Maler, Bildhauer und Architekten aufsuchen zu lassen doch wünschte ich nicht, dass ein Anderer als Sie um diese meine Neugier wüsste. Die Sachen, die Sie von mir verlangen, wie den Azur und Im TeXl: Testons, geringe Kupfermünze. eine