436 Florenz versprechen kann, wenn Ihr dem entflieht, dem Ihr jetzt nachgeht. Mein Herr! Ich sehe, dass ich zu Weit ge- gangen bin, indem ich, der ich nicht einmal für mich selbst zu leben weiss, Ew. Herrl. Rathschläge geben will. Rech- net dies nur dem Zorne der mich wegen meiner Er- gebenheit gegen Euch ergriifen hat; denn indem ich Weiss, womit deren Grossmuth Eure güttlichen Mühen vergolten, so müchte ich ihnen dies mit Zinsen wieder erstatten a). Unmuth ergreift mich allerdings gegen diejenigen, die das Gute nicht erkennen, das uns Gott durch Eure Tugend gegeben hat, und ich achte, schätze und verehre djejenigen, die sie aufnehmen und erkennen, Wie es jetzt der Herzog Cosimo thut, der nun, da meine geringe Fähigkeit nackt und bloss aus Raub und Flammen übrig geblieben ist, sie umfas- sen und dies mein bewegtes Gremüth beruhigen müehte. Und wenn er schon an mir, der ich nichts bin gegen Euch, sol- ches thut, was wird er nicht erst an Euchs) thun; um so viel mehr, als in Euch weder Geld- noch Ehrbegierde ist. Ich bin überzeugt, dass, wenn Ihr hierher kommt, es Euch schei- nen wird, Euch dem Paradiese zu nähern, und wenn eines Anderen Boshaftigkeit Euch sagen sollte, dass hier Finster- niss und Schrecken im Volke seien, so erwidere ich, dass sie nur für solche sind, die weder Gereehtigkeit noch Frieden lieben, und die den Hass und Verrath selbst in Satanas? Hanse aufsuchen; aber die den Weg der Tugend wandeln, Ieben, indem sie in der Gnade dieses Fürsten leben, zugleich auch in der Grnade Grottes; und dies ist atlch der Grund, weshalb Grott nur ihn zum Herzog gemacht hat, in dem er auf ihn 1) Im Text: non imputate cib allo sdegno. Ich vermuthe, dem ganzen Sinn der Stelle zufolge: non imputate cib, che allo sdegno. Doch ist der ganze Satz zweifelhaft. 2) Ho a rifar loro di gran somma 3) Dies scheint der Sinn der etwas zweifelhaften Worte des Textes zu sein: Ü S0 H me, che non son nulla appresso a voi, l'a tanto, che dovete pensar piü a niente?