374 die Belege in den Briefen Bandinellfs, deren eine sehr grosse Anzahl vorhandexx ist, von denen wir indess nur drei, als für unsern Zweck genügend, in Nachfolgendem mittheilex-Ü). 126. BACCIO BANDINELLI 311 Cosmo [Florenz] Decembcr 1547. Erlauchtester Ilerzog! Vermüge Eures Einsehens wissr Ihr besser als ich, dass die vielen und so grossen Statuen. die ich in Marmor gemacht habe, unmüglich von der Hand von Gehülfexm sein kännen; denn das würdet Ihr bald er- kannt haben, und es würden Euch dieselbexx nicht so genehm gewesen sein. Es bat mieh vielmehr nur eine lange Erfah- rung in der Kunst veranlasst, die Hülfe von zwei Gesellen zu verlangen, was eigentlich gar nichts ist im Vergleich zu dam, was wirklich nüthig wäre. Und Ew. Herrl. habe ich einen wirklichen Beweis davon gegeben, in der Thür von S. Giovanni, indem ich mich erinnere, von einigen, die mit Donato 2) waren, gehärt zu haben, er hätte immer in seiner Werkstatt achtzehn bis zwanzig junge Leute gehabt, indem er auf andere Weise niemals ein Werk wie den Altar des h. Antonius von Padua hergestellt haben würdc, nebst seinen anäern Werken. Und dann die Säulen mit den Reliefs in Rom, von denen eine jede die Lebensdauer von zwanzig 1) Bouari bat im ersten und sechsbexx Bande seinor Raccolta zweinndzwanzig Briefe Banclinellfs bekannt gemncht, zu denen noch vier in Gaye's Carteggio hinzugekommen sind. 2) Bandinelli befindet sich hier olfenbnr im Irrtluun, indcm Do- natello (der ist unter Donato gemeint, vgl. Brief 9. S. 25) nienmls an den Thüren von S. Giovanni gearbeitet bat.