316 Angelo, was er so vielen ihm viel fermer stehenden Personen so reichlich spendete, Rath und thätige Beihülfe bei den ver- schiedenartigsten Unternelamungen der damaligexl Zeit, sollte er das gerade dem Freunde versagen? 105. SEBASTIANO DEL PIOMBO 3,11 Mwmzr, ANGELO. BOUM Oktobcr 1512. Mein liebster Gevatter! Wundert Euch nicht, dass ioh Euch seit vielen Tagen nicht geschrieben, noch auf Euren letzten Brief geantwortet habe. Denn ich bin viele Tage im Palaste gewesen, um S. HeiL, unsern Herrn, zu sprechen, und niemals habe ich jene Audienz erhalten künnen, die ich mir wünschte. Endlich habe ieh ihn denn gesproclxen 11m1 S. Heil, hat mir so günstiges Gehär geliehen, (lass er alle, die im Zim- mer zugegen waren, wegschickte und ich mit unserm Herrn and eineln Kammerdiener, auf den ich mich verlassen kann, allein blieb und ihm also meine Sache vortragen kunnte. Und cr härte mich mit Wohlwollen an: denn ich stellte Sr. Heil. mich zugleich mit Euch zu jeder Art Dienst, and wie es ihm gut dünken würde, zu Gebote und fragte ihn nach den Gegenständen und den lMaassen, und allem Uebrigen. Se. Heil. erwiclerte mir Folgendes: Bastiano, Juan delP Aquila hat mir gesagt, dass in dem unteren Saale sich nichts Gutes machen lässt wegen der Wälbung, die sie gemacht haben, indem (la, wo die Wülbung ausläuft, gewisse Lunetten entstehen, die fast bis zur Mitte der Fläche gehen, auf welche die Bilder kommen sollen. Und dann sind aueh (lie Thüren da, die nach den Zim-