287 Bott. II. 180. Wie wenig stimmcn mit dieser Ver- ehrung und Innigkeit die Worte überein, die der treulose Freund fiinf Jahre früher an Coshno 1. gerichtet hatte: Pmmo Axmwxo Cosnuo Venedig, 1545. 17. Oktober Mein Gänner! die nicht geringe Mange Geldes, in deren Besitz sich M. Tizian befinclet, so wie seine übermässige Be- gierde dasselbe zu vermehren, ist der Grund, dass er, ohne sich an Verbindlichkeiten zu kchren, die er gegen Freunde hat, noch an Verpüichtungen, die man Verwandten suhuldig ist, nur an (las mit aussergewvähnlicher Besorgniss denkt, was ihm grosse Dinge in Aussicht stellt; deshalb ist es auch kein Wunder, wenn cr, nachdem er mich sechs Honate Iang mit der Hoffhung hingehalten, jetzt von der Freigebigkeit PauYs HI. angelockt, nach Rom gegangen ist, ohne mir das Bild Eures unsterblicherl Vaters zu machen u. s. w. Gaye Cart. II. 332. Die in (10111 Briefe Tizian's er- wähnten Personen sind bekannt. Der Sohn Oarfs V. ist Philipp II., spätex- Känig von Spanien, clessen für ihn so folgen- reiche Bekanntschaft Tizian damals mazcbte und den er, wie auch den in der Gefangenschaft des Kaisers beündlichen Ohurfür- sten von Sachsen, während saines damaligen Aufenthalts in Augsburg Inortraitirte.