283 alla damit verbundenen Vorrechte, wio div, Führung des Schwertes, der Ketten, goldner Sporen u. s. w. zugeschrieben. Von allen dicscn Privilegien hat denn auch Tiziaxx in der Folge Gebrauch gemacht, denn nicht nur, dass er sich, jecloch erst in späterer Zeit, auf einem Bilde als Ritter bezeichnet hat, so steht us auch ans Dokumenten fest, dass or in den Jahren 1540 bis 1568 sechszehn ans seiner Vaterstadt Oa- üore gebürtige Personen zu Notaren daselbst ernanntÜ, und ebenso ist es bekannt, ilass er unter dem 18. September 1.568 zwei nzmtürliche Sähne eines Pfarrers für legitim erklärt hat (Ticozzi a. a. 0. 1). 251). Das Datum unseres bei Bottari (Race. II. 24) und Ticozzi (Pitt. V ecell. App. III. p. 310) abgedruckten Briefes fehlt; die obige Zeitbestinlmulzg ist nach der Vermuthung Ticozziis angenonnnen, dass der Brief kurze Zeit nach der Zusammenkunft Tizialfs mit dem Kaiser zu Augsburg ge- schrieben sei (vgl. unten Brief 91. S. 285). Das Bild, auf welches 'l'izian in Rem Briefe Bezug nimmt, ist (lann wahr- scheinlich die "Madomm Addolorata, d. h. trauernde h. Jung- frau, welche Tizian auf Stein gemalt und später dem Kaiser geschickt hat. Ticozzi a. a. O. p. 180. TIZIAN 3.11 PIETRO Am-z TINO. Augsburg, November 1550. Signer Pietro, verehrter Gevatter! Ich habe Euch durch M. Enea geschrieben, dass ich Eure Briefe auf meinem Her- zen trüge, indem ich die Gelegenheit erwarte, sie Sr. Maje- Stät W Seben. Am vergangenen Tage, naehdem "der aus Parma" abgereist war, wurde ich zu Sr. Maj. gerufen und nach 1) Einc von 'l'addeo Jacobi zusammeugestellte selhen bei Cadorin a. a. 0. p. 19. Uebersichl; der-