183 "dass die Signori Michel Angelo freies Geleit gäben, er künne also auf seinen Posten zurückkehren"; nach Varchi II. 92, (Ed. 1843) wurde ihm der Geleitsbrief durch Bast. Scarpel- lino nach Venedig geschickt; und vom 9. November clatirt iblgendes Schreiben Giugnfs ans Ferrara (Gaye II. 213), das dieser dem Michel Angelo als Empfehlung mit nach Florenz gegeben hat: GALEOTTO GIUGNI 8,11 die Balla V011 Florenz. Nov. 1529. Fcrara, 9. Ueberbringer dieses wird Michel Angelo Buonaroti sein, der da kommt, um sich zu dan Füssen Ew. Herrl. einzuüuden unrl seinem Vaterlande alle seine Kraft zu Gebote zu stellen. Ich empfehle ihn Euch soviel ich nur vermag. Mit ihm wäre auch Antonfrancesco degli Albizi gekommen; du er aber seine Frau and zwei Kinder krank hat, so kann 61' die- sclben nicht verlassen, was ihm sehr laid thut. Als nun Michel Angelo ,,nicht olme grosse Lebensgefalu-Ü, wie Varchi in fler Leichenrede and seiner Geschichte von Florenz besonders betont, wirklich wieder in Florenz eintraf] wurcle et mit dem allgemeinen Jubel des Volkes und dem grossen Neide Einzelner begrüsst, und die Signorie fasste unter dem 30. November folgenden in mehr als einer Be- ziehung merkwürdigen Beschluss: Michel Angelo (li Lodovico Buonarroti und Agostino di Piero del Nero unter dem jüngst verflossenen 30. Sep- tember in die Acht der Empiirer erklärt worden sind'), weil sie äie Stadt Florenz olme Erlaubniss verlassen haben und dahin nicht zu der ihnen angewiesenen Zeit zurückgekehrt sinda); (la sie indess nachher zurückgekehrt sincl, so ist ihnen die besagte Strafe dahin umgewandelt worden, dass sie während cler nächsten drei Jahre nicht in (leu grossen Rath 1) Hanno auto il bando di rebelli. 2) ln jener Achterklärung waT den Flüchtlingen ein Tel-min für die Rückkehr gestellt worden. Michel Angelo batte davon HÄCNS erfahrcn, worauf sich die Wortc GiugnPs ,,per esserli passato il temp0 avanti che abbia inteso cosa alchuna" beziehen.