152 den übrigen grosscn Lleistcrxl jencr Zeit, namentlich bei Ima- nardo, Rzmfael und DIiche-l Angelo, die bei dur entsclliedcnsten Geltung ihrcr Subjectivität uns doch zuglciuh dic Gesammtbil- (lung jenes ganzen Zeitraulnes rcpräscntirexl künnen. Einer sol- chen wissenschaftlichen Bildung aber scheint nun Correggio, wenn auch nicht ganz fern, so doch jedenfalls auch nicht näher gestanden zu haben, als man dies etwa fiir die Durch- schnittszahl der Blittelklassen der damaligen Zeit überhaupt annnehmen darf. Daher denn auch von einem über die Grenzen gewühn- licher und alltäiglicher Verhäiltnisse hinausgehender Vcrkehr mit hervorragonden Zeitgenossen, der zur Beurtheilung jener anderen Künstler so erhebliehe Beiträge licfert, bei Oorreggio wohl nieht die Rede sein kann. Briefe im engeren Sinne des Wortes sind von ihm gar nicht erhalten. Ja, es giebt über- haupt nur ein einzigcs Autographum Correggids, und zwar ist (lies der Schlusszusatz zu (Iem von uns unter Nr. 50. mitgetheilten Dokumente. Dies aber, sowie (lie übrigen be- rührten Dokumente sincl hier aufgenommen worden, um jene oben angedeuteten Lebensverhältnisse in ein helleres Licht zu stellen uncl den daraus zu ziehenden Folgerlwlngen für don künstlerischen Charakter des Meisters eine sichere und posi- tive Begründung zu geben. T Connseaxds Vertrag mit ALBERTO PRAToNERo. Reggio, 14. October 1522. Durch diese Schrift von meiner Hand thue ich Alberto Pratonero einem Jeden kund und zu wissen, dass ich mich anheischig mache, dom Meister Antonio da Con-eggio, Maler, zweihundert und acht Lire alter Münze von Reggio zu ge- bcn and zwar als Bezahlung einer Tafel, Welche mir der- selbige in aller Vortrefüichkeit zu machen verspricht und auf welcher die Geburt unseres Hem-n gemalt sein s01], mit" allen den dazu gehärigen Iwiguren, naeh clen Maassen und der Grässe, die sich auf der eigenhäncligen Zeichnung angege-