117 konnte, noch jetzt geben kann. Indess nach denm, was mir der Besitzer der besagten Tafel gesagt hat, so meint er, er w-ürrle mir fuir ungefähr 300 Golddukaten für hier and nach Frankreich zu arbeiten geben. Wenn (las Fest vor- über ist, schreibe ich Euch vielleicht wie hoch sieh die Ta.- fel beläuft, flenn den Carton habe ich vollendet, und nach Ostern werde ich so weit sein. Es würde mir "sehr lieb sein, wenn es mäglich wäre, einen Empfehlungsbrief an rlen Gonfaloniere von Florenz von dem Präfekten zu erhalten, und ich habe auch schon vor einigen Tagen an den Oheim und an Giacomo von Rom ge- schrieben, dass es mir sehr nützlich sein wiirde, wenn sie mir einen solchen verschaifen künnten, in Rücksicht auf die Ausmalung eines gewissen Zimmers, welches seine Herrlich- keit zu verdingen hat. Ich bitte Euch, ihn mir, wenn es müglich ist, zu schicken, und ich glaube, dass, wenn Ihr denselben von dem Herrn Präfekten für mich verlangt, er ihn anfertigen wird, und empfehlt mich ihm tausendmal, als seinen alten Dienez- and Bekannten. Und nun nur noch meine Empfehlung an äen Meister . . . . . . . und an Re- dolfo und an alle andern. T 1) Giacomo da Roma. Ich glaube hier auf die abweichende Uebersetzung dieser Stelle bei Passavant p. 127 aufmerksam machen zu müssen. Daselbst lautet dieselbe nzirulich: ,,ich habe vor weni- gen Tagen dem Oheim und dem Giacomo gcschrieben, dass sie mir ihn (deu Enxpfehlungsbricf) von Rom kommen lassen." Der Präfekt aber, welcher dcn Brie!" ausstcllen soll, ist zu der Zeit gar nicht in Rom ge- wesen, sonderu war am iLApril in Fossombrone beim Tode des Her- zogs Guidobaldo gegexxwiirtig und geleitebe (lie Leiche mit nach Ur- bino zurück, wo ihm am 13. April die Bürger huldigten und Wo cr jedenfalls noch an der am 2. Mai stattfixldenden Leichenfeierlichkeit Theil nahxu. Der Titel: "Präfclst der Stadt Rom", erforderte niCM Fothwendig des damit Beliehenen Gegenwart zu Rom, wie deml nraxxcesco Maria auch als Herzog von Urbino noch Präfekt blicb.