78 543m verwiclzelt (la (loch selbst (lie gevingste Sache (14111 ganzen Mcnschen verlangt nicht in der gebührenden Schreibweise so ruhmvolle fPhaten belnanrlelt hätte, so mäge mir dies bei Deiner Herrliclmkeit und allen andern zum Theil als ehrenvolle Entschulcligung gelten; obschon der Ruhm Deines Vaters von so grosser und so erhabener Natnr ist, dass er auch von noch so rohem und nngeschicktem Munde erzälalt, wunderbar und ausgezeichnet erscheinen wird. Denn es findet sich wohl kein Mensch von so niedrigenm Geiste, 11m nicht zu wissen unrl sagen zu künnen, dass die Sonne heller, als anderes Licht scheine. S0 also, mein erlauchtester Herr, bringe ich Dir (lie Früchte meiner Nachtwachen dar, von denen ich wohl überzeug-t bin, dass Du von deren Annahme weder Vortheil noch irgenrl einen Genuss haben wirst, weil Dein Sinn zu so hohen Dingen auf- strebt, dass mein Auge ihm auch nicht entferrlt zu folgen ver- mag. Aber da. Du weisst and betrachten Wirst, dass, wenn ich mehr vermocht und gewusst hätte, ich auch mehr geleistet haben würde, so bin icb überzeugt, dass, wenn ich keinen anderen Ruhm erringen sol], mir wenigstens der nicht fehlen wird, es mir als besondere Gunst anzurechnen, als der treueste Diener aines so grossen Fiirsten geboren zu sein und gelebt zu haben, so wie auch von Dir, der Du dessen glorreicher Erbe bist. Der obige Brief (Gaye I. p. 348) (lient als Widmungs- schreiben eines von Griovanni Santi, dem Vater Rafaels, verfassten Gedichtes auf äen Herzog Federigo von Urbino. Hinter den Worten, mit denen Imsere Uebersetzung schliesst, hat G. Sauti "finis" beigeschüeben. Eine Fortsetzun des Briefes, von der sich noeh der Anfang vurfindet, scheilä il1m selbst zu lang geworden zu sein. Diese erhaltenen Worte lauten: "denn wie Platon sich dreier Sachen rühmt, als Mann geboren zu sein, als Athener und zur Zeit" . . . . . (las Uebrige ist ausgeschnitten.