Einem mir von hoher, massgebender Seite ausgesprochenen Wunsche folgend, bringe ich in Nachsteheildenrtweitere Beiträge zur Geschichte, wie zur Entwickelungetüiid praktischen Be- nutzung der uns theils überkommenen, theils neugefundenen Maltechniken. Zimächst sollen. im Anschlusse an die schon erfolgte Darlegung der Technik der Fresco-Malerei die für Wand-, für Monu-rnentalrnalereiirbestimmten Verfahren, Besprechung finden: "mUbmisswniöglic-h ist, witterungsbeständige Wandbilder herzustellen, solche, die allen Temperatur, allen von aussen auf dieselben wirkenden Einflüssen, welcher Art sie auch sein mögen, zu trotzen im Stande sind, dies zu vertreten überlasse ich denen, die solches behaupten und die Verfahren dazu em- pfehlen. - Wir wissen, dass auf die Dauer der Tropfen den Stein höhlt, ganz gleich, 0b er sedimentäres Gebilde oder durch plUtOIliSChG Gewalten hervorgebrachtes Gestein trifft; mit anderen Worten, ob er auf Sandstein oder selbst auf Granit oder Basalt fällt; auf die Dauer widersteht weder das eine noch das andere. Daraus folgt aber, dass Aussen angebrachte Bilder, die Wind und Wetter und damit selbst mechanisch wirkenden Einflüssen aus- gesetzt sind, bei Betrachtung der die Farben bindenden und schützenden Mittel nur von begrenzter Dauer sein können. Anders verhält es sich mit den Malereien an lnnenwänden. Wenn ich auch an meiner früher schon ausgesprochenen Ansicht fest- halte, dass die Fresco-Technik für Monumentalmalerei die erste Stelle einnimmt und hierfür unentbehrlich ist, S0 lohnt es sich doch, die anderen Verfahren auf ihren Werth und ihre Ver- wendbarkeit zu prüfen. Denn neben der Solidität, der Wider- standsfähigkeit Bedingungen, die eigentlich selbstverständlich sind kommen Zeit, Umstände, lokale Verhältnisse und nicht weniger individuelle Eigenthümlichkeiten des ausführenden Künst- 11K