250 Denn, wenn sich jeder verhältnissmässig gleichförmig Dahin- lebende freut, einmal etwas Neues zu sehen, zu hören, so wird doch jeder, der sich eine Zeit lang unter immer neuen Eindrücken herurngetrieben hat, endlich wünschen, in einen gleichförmigcren Zug der Eindrücke und Thätigkeit zurückzukommen. So viel Ver- gnügen das Reisen macht, so gern kehrt man endlich zum mono- tonen Leben in der Heimalh zurück; und wer alle Genüsse und Wechsel der Welt erschöpft hat, endet oft als Mönch. Es unterliegt jedoch diesesPrincip dem Conflicte mit den Be- dingungtrn, welche abgesehen von demselben eine Beschäftigung lustvoll oder unlustvoll machen können. Ist eine solche aus dem Gesichtspuncte eines der anderen Principe erheblich unlustvoll, so wird die Lust der Beharrung dadurch leicht überwogen und suchen wir dieselbe überhaupt so bald als mögliche zu verlassen. Doch zeigt sich Mancher abgeneigt, Verhältnisse, in die er sich einmal eingelebt hat, selbst wenn sie unbequem zu werden an- fangen, aufzugeben. Princip des Masses und Wechsels Beschäftigung. im Grade der Mit dem vorigen Princip bezüglich auf Verharrcn und Wechsel in einer gegebenen Art oder einem gegebenen Gebiete der Be- schäftigung steht in naher Beziehung das folgende bezüglich auf Mass und Wechsel in dem Grade der Beschäftigung, und es kann selbst das vorige nach gewisser Hinsicht so wie das der Einheit und Manniehfaltigkeit nach andrer Hinsicht von dem jetzt zu he- sprechenden abhüngig gemacht werden, daher auch manche be- züglich jener Gesetze gebrauchte Ausdrücke, wie die der Ermüdung, Langweiligkeit hier wiederkehren werden, ohne dass doch die vorigen Principe ganz in das folgende hineintreten. Vom Grade der Beschäftigung giebt uns psychischerseils das unmittelbarere Gefühl der dazu artiv oder receptiv in Anspruch genommenen Kraft Kunde, wozu unstreitig physischerseits ein functionell zugehöriger Aufwand lebendiger Kraft der körperlichen Thäitigkeit gehört, welche der geistigen unterliegt. Das Princip selbst, um welches es sich handelt, ist dieses. Der Mensch ist, um sich wohl zu belinden, nicht nur auf einen gewissen Wechsel zwischen Wachen und Schlaf, sondern auch auf