479 eines kleinen Gegenstandes zum I.usteindrueke desselben nicht nur beitragen können, sondern meist zur Ergänzung desselben gehören werden. Das Lächerliche theilt zwar den Luslcharzlktei" mit dem Erhahenen, aber während bei Ietzterm dieser Charakter Wesent- [ich an einheitlicher Grösse hängt, hängt er (nach dem 17. Ahschnnf bei dem Lächerlivhcn an einer starken DHTercnz oder selbst wider- sprechenden knüpften. Beschaffeiiheit des einheitlich VQI XXXIII. Ueber die Grösse von Kunstwerken, insbeson- dere Gemälden, aus ästhetischem Gesiehtspnnete. An jedem Kunstwerke kann man so zu sagen eine äusserc und innere Grösse unterscheiden. Die äussere ist leicht äusserlich gemessen, die innere ist durch den Umfang, die Höhe und 'l"rag- weite der Vorstellungen und Gefühle, die durch den Inhalt des Kunstwerkes ins Spiel gesetzt werden, als bestimmt anzusehen, und für die gesammte lebendige Wirkung hievon, Wiizwollen sie die Bedeutung des Inhaltes oder Bedeutung schlechthin nennen, haben wir wenigstens einen ungefähren innern Massstab. Jeder wird zugestehen, dass durchschn ittlich, und um Durch- schnittliches soll es sich hier hauptsächlich handeln, die Bedeu- tung des Inhaltes religiöser Bilder grösser als die von weltlich historischen Bildern, und wieder die Bedeutung weltlich histo- rischer Bilder grösser als die von Gcnrebildern ist. Auch wird man innerhalb jeder dieser Klassen leicht Unterschiede der Bedeutung zwischen verschiedenen Bildern machen, oft freilich auch über die Rangordnung in Zweifel bleiben können; aber wir halten uns an Fülle, wo wir nicht in Zweifel sind. Im Allgemeinen nun verlangt das Stilgefühl, die äussere Grösse eines Kunstwerkes der inneren anzupassen, daher die Kolossalitäit von Kunstwerken, die eine erhabene Bedeutung haben, gegenüber den genrchaften Darstellungen von wenigen Quadratfussen. Vieler-