50 oder geringere äussere Einwirkung dazu nöthig werden, mithin die äussere Schwelle steigen oder fallen, und so umgekehrt mit der inneren Schwelle bei Wechsel des Grades der äusseren Ein- wirkung. Soll nun überhaupt die Schwelle einer Empfindung überschritten sein, so muss es stets die innere und äussere zu- gleich sein; es kann aber mehr durch Steigerung der Bedingungen ,von Innen oder Aussen geschehen. Von Bedingungen , welche überhaupt durch Uebersteigen einer Schwelle Lust oder Unlust zu wecken vermögen, sagen wir im Allgemeinen, dass sie im Sinne der Lust oder Unlust sind, ohne dass sie desshalb solche wirklich wecken, so lange sie unter der Schwelle sind. Wenn schon Lust- oder Unlustbedingungen unter der Schwelle nach dem Begriffe der Schwelle unzureichend sind, Lust oder Unlust spürbar werden zu lassen, ist es doch nicht dasselbe, als wenn sie überhaupt fehlten, sondern auch ihr unzureichendes Vorhandensein kann aus einem der folgenden zwei Gesichtspuncte wichtig werden. Ersten s. Je näher der Schwelle die inneren oder äusseren Bedingungen der Lust oder Unlust sind, eines desto geringem Zuwachses ihres Grades, ihrer Stärke wird es noch bedürfen, sie die Schwelle übersteigen zu lassen, desto günstiger liegen also die Verhältnisse für die Wirkliche Entstehung der Lust oder Unlust. Zweitens. Eine Bedingung der Lust oder Unlust, die für sich unter der Schwelle ist oder sein würde, wenn sie für sich bliebe, kann in Zusammensetzung mit anders gearteten Be- dingungen der Lust oder" Unlust, die ihrerseits für sich unter der Schwelle sein würden, ein Lust- oder Unlustresultat gehen, was die Schwelle übersteigt, wovon das, sofort zu betrachtende Princip der ästhetischen Hülfe mit abhängt. Princip der ästhetischen Hülfe oder Steigerung. V01" beSlimlTlißm Anspruch des Gesetzes erläutern wir dasselbe an einigen besondern Fällen. Ein Gedicht, in einer fremden Sprache gehört, gewährt, noch den vollen Eindruck von Versmass, Rhythmus", Beim, aber ohne