42 schlagenden, religiösen Motive die wcltbewcgendc Kraft wieder- gewinnen, in deren Schwächung der Missbrauch der Vernunft, mit Dogmen, die ihr widersprechen, gewetteifert hat. Was mir überhaupt principicll in diesen Beziehungen zu gelten scheint, habe ich näher lheils in dem Schriftcheu nUeher das höchste Guta (worüber Discussionen mit Ulriei in Fichtds philos. Zeitschr. 4848. S. 463.) und vDie drei Motive und Gründe des Glaubensa besprochen. III. Aesthetisehe Gesetze oder Allgemeinen. Principe im lm Interesse einheitlichen Charakters der ganzen Aesthetik wäre zu wünschen, dass sich alle Gesetze des Gefallens und Miss- fallens, wovon darin zu sprechen, als besondre Falle eines allge- meinsten Gesetzes darstellen liessen. Mag es aber ein solches an sieh geben, so liegt es doch bis jetzt noch eben so für uns im Dunkel, als ein zillgeixieinster und letzter Grund aller Lust und Unlust, mit dem es natürlicherweise zusammenhängt. Zwar hat man wohl das allbekannte Princip einheitlicher Verknüpfung des Manniehfaltigen, was nichts hindert als Gesetz zu formuliren, an die Spitze der ganzen Aesthetik gestellt; und gewiss ist es eins der wichtigsten Principe; wir wollen später davon sprechen; aber ich wüsste doch mit ihm allein xiieht auszukommen. Wie liesse sich z. B. aus ihm erklären, dass das Gefallen, was wir an der Auflösung einer Dissonanz durch eine Gonsonanz haben, Ulüllt dasselbe läleibt, wenn wir die Folge der Accorde umkehren; (lass wir uns an Garstiges gewöhnen und das Schönste überdrüssig werden können, dass es überall ein Zuviel und ein Zuwenig giebt, was uns missfällt u. s. w. Zimmermann, einer der Hanptstimmführer der heutigen Aesthetik, Verfasser einer Geschichte und eines Systems der Aesthetik, rüstig und mächtig in ästhetischer Kritik, hat für dieses eine Gesetz zwei als fundamental für die ganze Aesthetik aufge-