lwei guten Kräften sind. In diesen Fällen ist es die Lust der gegen- ständlichen Vorstellung von innern Zuständen, welche den Be- griff des Gefallens bestimmt; und jedenfalls gestattet der Sprachgebrauch, den Begrilf des Gefallens auch hierauf anzuwen- den in andern Fällen kann die gegenständliche Vorstellung, woran die Lust des Gefallcns hängt, unmittelbar durch ä u ss er e Wirklichkeit selbst erweckt werden, so bei dem Gefallen an einem Gemälde, einer Musik. Hienach hängt der Begrilf des Gefallens und Missfallens we- sentlich vom Lust- und Unlustbogrilfe ab, und die Untersuchung der Bedingungen des Gefallens und Missfallens fällt tbeils un- mittelbar mit solchen der Lust und Unlust zusammen, theils führt solche zurück. sie auf Ilerbart (Lehrb. z. Einl. in d. Philos. 5 82, ges. W. I. 422) überhebt sich einer Erklärung der Begriffe des Gefallens und Missfallens dadurch, dass er ihnen eine ursprüngliche Evidenz beimisst, was mir nicht triftig scheint, sofern jene Begriffe noch eine Rückführung auf andre Begriffe gestatten, denen erst eine solche Evidenz heizulegen ist. Dabei schliesst er inn ere Zustände von dem Gebiete dessen, worauf der Begriff des Gefallens anwendbar ist, aus, indem er sich u. a. in dieser Hinsicht äussert: vDer Sprachgebrauch wird verwirrt, wenn jemand sagt: der Geruch der Hyacinthe gefällt. mir besser Ms der Geruch der Lilie. Denn bei dem Ausdrucke es ge- fällt wird etwas das da gefällt, als etwas bestimmt vor Augen zu Stellendes vorausgesetzt. Niemand aber kann den Geruch einer Blume, der eine E m- pfi n d u n g in ih m ist, Andern mittheilen noch darauf als auf ein Object der Betrachtung hinweisenn- Hiermit aber scheint mir der Sprachgebrauch statt geklärt vielmehr nur motiv- und wirkungslos eingeschränkt zu werden. Un- streitig liegt in dem Lustcharakter, welcher der Betrachtung eines innern Zustandes wie eines äusseren Objectes beiwohnen kann, etwas Gemeinsames, was eine gemeinsame Bezeichnung fordert, und da der Sprachgebrauch den Ausdruck Gefallen xiafiii- eingeführt hat, liegt kein Grund vor, ihn auf die eine Seite zu beschränken. Auch wird Herbert nicht hindern können, dass man xiaeh wie vor nicht nur Gefallen am Geruehe einer-Blume, Geschmacke einer Speise, sondern auch am Ergeben in irgend welcher lustvollen Vor- stellung finde. Lust und Unlusl selbst, rein und abstract von allen Neben- hcslimmungen gefasst, sind einfache, nicht weiter analysirbare Bestimmungen unsrer Seele, die aber nicht so ahstract in Wirk- Iichkeil, vorkommen, wie' sie nach dem uns zukommenden Wr- mögeim der Abstraction gefasst werden können, sondern nur als lllithestimmungen oder Resultanten, wenn man will Funktionen, andrer Seelenbestimmungen, denen sie einen Charakter ertheilen