und Missfallens im Einzelnen und Nächsten; aber man gelangt auf ihm schwer zu allgemeinsten Gesichtspuncten und Ideen, bleibt leicht in Einzelnheiten, Einseitigkeit-an, Gesichtspuncten von unter- geordnetem Werth und untergeordneter Tragweite befangen, Vvie sich diess namentlich bei den Engländern (als wie Hutcheson. Ho- garth, Bnrke, Hay u. A.) zeigt, welche vorzugsweise den Weg von Unten eingeschlagen haben. Nach Vorstehendem werden überhaupt die Versuche, die seither mit Behandlung der Aesthetik im ersten Sinne gemacht sind, mehr den befriedigen können, welcher sein Hauptinteresse in der Unterordnung der Dinge unter allgemeinste Begriffe oder ldeen sucht, und in irgendwelcher Gestaltung derselben Befrie- digung findet, ohne die Ansprüche an Klarheit und Sachlichkeit höher zu stellen, als ihnen nun eben genügt ist; indess ein Ver- such, die Aesthetik im zweiten Wege zu behandeln, mehr den zu befriedigen im Stande ist, dem es vor Allem auf eine leichte und klare Orientirung im Nächstliegenden ankommt, und der seiner- seits keine grössere Höhe und Allgemeinheit beansprucht, als bis zu der nun eben angestiegen ist. Im Allgemeinen kann man sagen, dass an eine Aesthetik von Oben sich von vorn herein höhere Ansprüche stellen, indess die Aesthetik von Unten die niedrigem. die an sie zu stellen, leichter befriedigt. Soll nun überhaupt einmal eine Aesthetik von Oben zu Stande kommen, welche das recht leistet, was durch die bis- herigen Versuche derselben vielmehr angestrebt als erreicht wor- den ist, so wird meines Erachtens zu den höchsten und letzten Principien, von denen auszugehen, selbst erst mittelst vorsichtigen langsamen Aufsteigens nicht nur durch das ästhetische Gebiet, son- dern alle Einzelgebiete menschlicher Erkenntniss unter Mitrück- sicht auf praktische Forderungen gelangt sein müssen. Von da wird sich dann allerdings wieder zu den einzelnen Erkenntniss- zweigen und durch sie hindurch absteigen lassen, wobei nicht nur jeder Erkenntnisskreis von selbst in Abhängigkeit von höheren Gesichtspuncten treten wird, als die sind, zu welchen im blos auf- steigenden Wege durch ihn allein hätte gelangt werden können; sondern auch sein lnhalt durch den Zusammenhang mit andern Erkeuntnissztveigen noch in andrer Weise wird motivirt und er- läutert erscheinen, als auf dem aufsteigenden Wege ins Licht treten kann. Eine solche Aesthetik aus höherem Gesichtspuncte bleibt