Dreiundzwvanzigster Abschnitt. Terpentin- oder Gemäldeiirnis. aus M a s t i x aufgelöst sind Gemäldefirnis. Zur Konservierung der Gemälde ist der Firnis körnern, die in wohl rectificierter Terpentinessenz der beste und man nennt ihn deshalb auch wohl Irgend welchen Ölfirnis soll man niemals gebrauchen. Man kann diesen Gemäldefirnis überall kaufen, allein er ist oft schlecht zubereitet und wird dann, nachdem er auf das Ge- mälde gebracht worden ist, in kurzer Zeit gelb. Ein guter Ge- mäldeiirnis mufs fast so hell und flüssig sein, als das reinste Wasser. Spiritusfirnis (mit Ausnahme des von Soehnee) und Öl- tirnisse soll man nicht gebrauchen, obgleich einige Arten oft sehr schön und hell sind. Man mufs nämlich einen Firnis von dem Gemälde abnehmen können, wenn er schmutzig und gelb, durch Zufall beschädigt oder stumpf und trübe geworden ist. Der Ölfirnis lafst sich aber nur durch ein gefährliches Verfahren wegbringen, das immer das Ge- mälde mehr oder weniger schädigt. Denn die hierzu gebrauchten ätzenden Mittel können zwar den Firnis auflösen, zerstören aber zugleich fast immer alle Feinheiten und fast alle Lasuren. Die anderen, wenn auch hellen Firnisse, haben denselben Nach- teil. Andere haben wiederum eine so gelbe Farbe, dafs man an ihren Gebrauch gar nicht denken darf. Es soll deshalb hier mitgeteilt werden, wie man selbst einen sehr guten Firnis bereiten kann, danach, wie man ihn gebrauchen