Seehszehnte Lection. Von den Vortheilen, welche aus einer vernünftigen Methode beim Aufsetzen einer Palette und aus einer methodischen Ord- nung in Zusammenstellung der Töne", nach ihrer natürlichen, der Tonfolge eines Claviers ähnlichen Abstufung, entspringen. Unter den vielen Büchern, die ich über die Malerei habe lesen können, habe ich keines gefunden, dessen Verfasser sich die Mühe gegeben hatte, den Anfängern irgend einen Weg zu zeigen, wie sie die Töne einer Palette, je nach der Natur des zur malenden Gegenstandes, zusammenstellen müssen, und doch ist es das Erste, womit man anfangen muss, ehe man einen Pinsel- strich macht. Alle bisherigen S0hriftsteller_ setzen voraus, dass Schüler und Kunstfreunde, an die sie ihre Unterweisungen richten, nicht ganz unerfahren waren, sondern durchgdie praktische An- leitung eines Malers bereits in vielen Stücken Erfahrungen ge-' Sammelt hatten. Diese Voraussetzung ist natürlich, besonders Wenn man in einer grossen Stadt wohnt, wo die schönen Künste blühen. Da aber der Hauptzweck des gegenwärtigen Buchs darin besteht, denen zu Hülfe zu kommen, die sich, obgleich fern von jeder Hülfe eines Lehrers, dennoch der Malerei widmen wollen, so fühle ich mich verpflichtet, alles für einen Maler Wissens- würdige zu erklären, so allgemein bekannt es auch allen denen erscheinen mag, denen es an Gelegenheit, sich zu unterrichten, nicht fehlt.