Dritte Lection. Methode, llIIl die Farben in Blasen aufzubewahren. Ich setze voraus, dass die Farbe vollkommen gut in Oel und in gehöriger Dicke abgerieben ist. Es wird nothwendig sein, von dem Grade der Stärke ein Beispiel zu geben, denn die Farbe darf weder zu steif noch zu flüssig sein. Der letztere Fehler ist noch mehr zu vermeiden, als der erstere, denn ausserdem, dass man mit einer zu flüssigen Farbe nicht gut malen kann, werden alle Farben durch das überflüssige Oel dunkel, und ausserdem, weil sie so lange Zeit trocknen müssen, voll Staub. Sind die Farben zu steif, so darf man nur in dem Moment, wo man sie auf die Palette bringt, etwas Oel hinzusetzen. Für zu flüssige Farbe giebt es keine Abhülfe, ausser der weitläufigen und unangenehmen Mühe, trockene, feingeriebene Farbe von gleicher Art hinzuzu- setzen; schmierig und unangenehm zu verarbeiten bleiben sie dann doch, weil das eine Zeitlangin den Blasen mit den Farben ver- schlossene Oel mehr oder weniger zähe wird. Um also einen richtigen Begriff von dem Grad der Consistenz, welche die Farben haben müssen, zu geben, will ich einen Gegen- stand als Beispiel anführen. Ich werde mich nicht sehr irren, wenn ich den Grad von Steifheit annehme, welche die frische Butter gemeiniglich in einem temperirten Klima hat, wie z. B. durchschnittlich in Mitte1- und Norddeutschland. Die Farbe muss nicht laufen können, aber sie darf auch nicht weder dem Haar- noch Bcrstenpinsel widerstehen, wenn man etwas davon auf der Palette nimmt. Ohne zu steif zu sein, muss man die Farbe