500 Holland. Landschaft mit einem Hause unter Bäumen (Nr. 177); im Ferdi- nandeum zu Innsbruck, angeblich von J. v. d. Heyde ein Still- leben von einem Buch, Globus und Kerzen (Nr. 681); im Stadel- sehen Institut zu Frankfurt a. M. von ihm ein befestigter Land- sitz, von einem Wassergraben umgeben; und eine italienische Landstrasse (Nr. 288 und 289). Meimlert Hobbenza, geboren 1638 zu Amsterdam, gestorben daselbst 1709, ausgebildet unter dem Einflusse des Jacob van Ruisdael, ist thätig in Amsterdam. Hobbema bezeichnet mit J. Ruisdael den Höhepunkt der nieder- ländischen Landschaftsmalerei; er hat nicht die tief innerliche Poesie seines Meisters, aber doch ein lebhaftes Gefühl für die Macht des Waldes; in der Charakteristik der Bälume leistet er das Höchste. Seine alten Eichen mit verwitterten Stämmen, knorrigen Zweigen und dichten Laubpartien sind voll Saft, und seine Wald- flächen, belebt von ländlicher Staffage, haben eine ganz holländische Frische und schöne Heiterkeit. Die Staffage seiner Bilder malten van de Velde, Berchem, Lingelbach u. a. Im Museum zu Dres- den von ihm ein Weg zwischen Hütten und Bäumen, auf dem- selben ein Mann (Nr. 1665); in der Berliner Galerie ein niedriger Eichenwald, von einem Wege durchzogen, auf dem sich einige Fussganger befinden, vorn rechts ein zeichnender Mann (Nr. 886); in der kaiserlichen Galerie zu Wien eine Landschaft mit Wald, an dessen Saume ein Bach iliesst, welchen ein Treiber mit einigem Vieh überschreitet, im Vordergrunde ist das Ufer hell beleuchtet (Nr. 899); in der Pinakothek in München: eine stille Waldein- samkeit mit einer ruhigen durch Sonnenblitze beleuchteten Wasser- flache, heiter idyllisch (Nr. 570). In der Art des Hobbema zeigt sich im Museum zu Schwerin eine Wald- und Flusslandschaft mit einer Wassermühle (Nr. 479); in der Galerie zu Augsburg angeblich von ihm eine Flachlandschaft beim Ausgangs eines Dorfes mit zwei Eichen in der Mitte des Bildes, dasselbe könnte aus der Frühzeit des Meisters stammen (Nr. 601); im Museum zu Stutt- gart eine einsame holländische Dorfgegend mit einem kleinen Flusse (Nr. 315); und eine Landschaft mit einer Gartenallee (Nr. 325); in der Harrachschen Galerie zu Wien ein Bauernhaus unter einer Baumgruppe, im Hintergrunde ein Wasserfall (Nr. 294); und in seiner Art ein Haus im Walde, vorn ein grosser Bach (Nr. 80); in der Czerninschen Galerie daselbst, angeblich von ihm, eine Landschaft mit einem Flusse, worauf. sich Fischer in einem Kahne befinden, die Staffage von Ostade (Nr. 1479); im Museum z11 Darmstadt eine mit Hobbema bezeichnete Landschaft, eine Bauernhütte mit einigen Bäumen an einem Wassergraben, vielleicht eher von iSal. Ruisdael (Nr. 406); im Stadelschen Institut zu Frankfurt a. M. von ihm: ein Eingang zum Walde; eine Bauern-