174 Buch. Renaissance in Italien. Architektur. ländischen Nachfolgern suchen müssen. (Pal. Marine zu Mai- land mit Hermen am Obergeschoss, einer damals nichtseltenen Form; vgl. die sog. Omenoni, d. h. Riesen, am Hause des Bild- hauers Lioni zu Mailand.) Einige reichere Paläste von Venedig behaupten auch noch die Oeffnung der Fagarle, jetzt in Gestalt von grossartigen Hallen. Pal. Contarini, von Scamozzi, wozu aus dem XVII. Jahrhundert Longhenzfs Prachtbailten Pal. Pesaro und Pal. Rezzonico. v1 113,1! h a QL 5 331i! H; L1 "j M w. .1 4KWHN J m, W L4 ziißgßjfiäiäiwfl: Qiwiiiiä" 1mm "n "M urmuß, Fig. 109. Pal. Chieregati zu Vicenza. Auch Palladio gab seinem Meisterwerke im Privatbau, dem Pal. Chieregati zu Vicenza (Fig. 109), unten und oben fast lauter offene Hallen mit geradem Gebälke. 3 In dem Engbau Genua's werden die Proportionen der Facade im Allgemeinen Jirersgegehen und die letztere irgend einer ge- falligen Decoration uberlassen. Letztere geht von der Rustica (auch in phantastischer Anwendung) bis zu der durchgeführten Beiinälunigd MghäereilFagädenPAlessils verzichten indess durchaus nici au ie c ön eit er roportionen. In Bologna fügt sich der dort heimische Hallenbau eben- falls in die Formen der florentinisch-römischen Schule. S0 an Pal. Malvezzi-Medici von Bart. Triachini, von vortrefflicher Wir- kung und tüchtigen Verhältnissen (Fig. 110). Mit starker Hin- neiguiig zuiir Barockstyl Pal. Fantuzzi von Formigine. (Fig. 111.) Oefentliche Gebaude m1t Hallen im lunlgeschoss gelangen äuch ldieser "Zeit bisweilen noch auf das herrlichste. Palladi0's asi ica 1549 (5.1 103), mit einfachen Mitteln höchst wirk- äam: Vasarfs Uffizien (ä. 35); reich und edel das Collegio e" Nobili und andere Bauten um Piazza de" mercanti zu Mai- äätläd, von Vinc. Seregno, nach dem Motiv der Höfe des Alessi, . s, 106.