KaP' 371 Auswärtige Style in Cremona. IV. Zeitr. liess, der in Mailand und Piacenza als treiilicher Bildnisxnaler lebte, und für den Fürsten in Parma, wie Personen hohen Ranges, arbeitete. Carlo Natali, zubenannt il Guardo- lino, lernte auch bei Main ardi, dann bei Guido Reno; damit nicht zufrieden hielt er sich lange in Rom und Genua auf, das Beste bescbauend und sich im Malen übend. In Genua, wo er einen Fries im Palast Doria malte, lehrte er Giulio Ccsare Procaccini, der bisher Bildhauer gewesen war, die Anfangsgründe der Malerei und zog in ilhm einen der be- sten Nachahmer des Antonio Allegri. Mehr jedoch der Baukunst, als der Malerei ergeben, malte er nur wenig Werke, die aber in seinem Vaterlande geschätzt werden, besonderg in S. Gismondo eine S. Francesea Romana, die, wenn nicht trejf. lich, doch weit über das Mittelmiissige ist. I, Er hatte einen Sohn, Giambatista genannt, dem cl- auch beide Künste lehrte; wollte aber, dass er sie gründlicher in Rom bei Pictro da Cortona lernte, wie denn auch ge; sehah. Ja, er hinterliess in der Hauptstadt etliche Altarbilder und noch grösscre Werke lieferte er in Cremona, wo er eine Schule errichtete und den Cortonischen Styl einführte, jedoch ohne sonderlichen Erfolg. Von ihm ist bei den P. Predi- catol-i ein grosses Bild mit sehr wohl verstandenem Bauwerk, wg der heil. Patriarch einige Ketzcrbücher verbrennt; es ist; eines Jüngcrs des Pietro nicht unwürdig. Im Archiv der K. Gallerie zu Florenz, fand ich, als ich das Verzeichnis dersel- ben schrieb, einige Briefe Giß. Batistats an den Card. Leopold Medici, unter andern einen von Rom aus im Jahre 1674, worin er sagt, er sammle Nachrichten über seine lands- männischen Maler. Hiemit kommen wir auf die Quelle, wor- aus die Lebensbeschreibungen der Cremoner in Baldinucci flossen, welchem dieser Cardinal sein Gönner auch von allen an- dern Orten her Nachrichten für sein Werk besorgte. Hütte Zaist dies gewusst, so würde er Lob und Tadel mehr gegen Natali, als gegen Baldinucci oder seinen Fortsetzer ge- richtet haben. Schüler desselben waren Carlo Tnssone, der sich nach Lovino's Arbeiten zum Bilduismaler bildete und in Turin, wie an andern Höfen, beliebt war; Fran- ßescantonio Caneti, nachher Kapuziner, ein achtungs- werther Miniaturmalex- seiner Zeit, von welchem ein schönes Aa