306 Oberitalielm. Die zu Parma. Schnlg deckte diesen verborgenen Schatz. Anfangs stritt man über die Aechtheit und bemerkte vorzüglich, Allcgri hahe das Bild auf Holz gemalt, da doch das mediceische auf Leinwand sei. Dies Bedenken aber schwand nach einer Vergleichung mit Boulangers Copie, welche auch auf Leinwand ist; und aller- dings hätte der Copist, wenn das Urbild auf Brett gewesen wäre, die Mönche nicht mit einem leinwandcncn untergeschobe- nen täuschen können. Noch wahrscheinlicher wird es, wenn man bedenkt, dass nie eine Gallerie eine ähnliche Ruhe auf- gezeigt hat, welche der florenzer den Besitz des Urbilds ßtrei- tig machen könnte, wie dies doch mit mehrern an mehrern Or- ten wiederholten Bildern geschah und noch geschieht. Dazu beweisen die Aechtheit gar wohl die Pinsclziige, die Üeberbleib- sel eines dem Künstler eigenen Firnisses und die mit den Bili- dern in Parnia verglichenen Farbentöne. Daher haben es viele der Bilderkundigsten, unter welchen Gavin Hamilton allein für Viele gilt, für ücht gehalten. Darin aber kommen Alle überein, dass es ein Mittel- und Uebergangswerk vom ersten zum zweiten Style sei; und wer es mit der Ruhe in Parma in S. Sepolcro vergleicht, welche man gewöhnlich die Madonna della Seodella (mit der Schüssel) nennt, wird einen Unterschied darin linden, wie zwischen Raffaels Malerei in Cittd di Cae stello und der in Rom. Diesen Unterschied haben in der Hitze des Strcites einige sehr angesehene Kenner bemerkt, welche behauptetemidas medieeischc Bild gleiche Coreggicfs bestem Style zum Theil, zum Theil auch nicht. Unter dieselbe Kategorie können nun auch zwei andere Bilder fallen, die Mcngs erwähnt; das eine jenes Noli me tau- gere, das aus dem Hause Ercolani in das Escurial kam, das zweite eine Madonna, die das göttliche Kind anzubeten im Be- grili ist, in der königl. Gallerie zu Florenz; beide in einem Geschmack, der in Coreggiüs erhabensten und berühmtesten Bildern nicht zu finden ist! Hieher kann man auch den Mar- syas der Marchesen Litta w) in Mailand und einige von Co- reggioüi übrigen bei Tiraboschi verzeichneten rechnen. 18) Gestochen von Sanuti; selten ckel eines musikalischen Flügels und äalnmlung in Mailnad. ! Das Gemälde war der De- beüudet sich noch in diese!" Q.