108 Oberilalien. Venediger Bchule. wegen seines trelilichen Naturalisteustyls, welchen er in. einer Himmelfahrt bei den Conventualen zu Rimini von 1565, und einem heil. Franciscus, halber Figur, von 1588 in S. Barte- lommeo zu Padua bewährt. Er wird auch im TVegweiser in Pesuro eines heil. Stefano wegen genannt, neigte sich aber mehr zum Witzigen hin, wie einige Bilder von ihm in Privat- sammlungen beweisen. Vicenza rühmt sich des Giambatista Maganza, des Hauptes einer Malernaehkunft, welche viele Jahre hindurch ihrer Vaterstadt öffentlich und in einzelnen Sammlungen Ehre machte, Doch nahm sie, wie wir am gehörigen Orte sehen werden, an- dere Style-an, wogegen Giambntista Tizian seinem Mei- ster soviel er nur vermochte und allerdings mit gutem Erfolg naehzutreten bellissen war, In Bildnissen war er trefflich; von eigener Erfindung hinterliess er wenig in Vicenza, was doch aber, wie seine Dichtungen, einen schmeidigen, gewandten Geist zeigt. Er schrieb in paduaner Bauersprache unter dem Namen Magagnf), und ein Sperone, Trissino, Tas so und an- dere dieser Mundart nicht unkundige Gebildete schenkten diesen rohen ländlichen Musen lächelnd ihren Beifall. Giusepp e Scolari, welchen Ritter del Pozzo Verona zuschreibt, war, mehrern Stimmen zufolge, aus Vicenza und Schüler dieses M a- ganza. Er war vorzüglich stark in Wand- und Helldunkel- malerei mit einer Art Gelb, die damals geliel, zeichnete gut und Vicenza, wie Verona haben Werke von ihm aufzuzeigen; Venedig auch grosse Qelgemülde, die Zanetti sehr lobt. Dem Aker nach konnte Maganzaw Schüler wol auch der Gio. de Mio aus Vicenza seyn, der in der Marcusbibliothek mit Schiavone, Porta, Zelotti, Franco und selbst Paolo wetteifernd arbeitete; doch erwähnt die alle Geschichte seiner so wenig, dass sie nicht einmal Mio selbst nennt, wenn es nicht vielleicht der Fratina ist, den Ridolfi bei der Bi- bliothek als Pvlitwerber nennt. Der Name Gio. de Mio ward in einem Archiv wieder aufgefunden, und Fratina konnte wol. Beiname seyn. . naldia Muthmassung zu bestältigen, dass es zwei Niccolö Fran- gipani gegeben, einen Maler von Gewerb, und einen Kunstlieblaa- bar, und dennoch Zeitgenossen; wie aus den Angaben der angeführten: Bilder e-rhelll. L.