Dritter Zeitr. Corenzio. Hib. Curacciolu. Freludw, 581 Diese Geschicklichkeit nützte er nun bei seiner Rückkehr nach Neapel, um sich Ansehen zu erwerben, und bei etwanigen Mit- benerbungen es zu behaupten, wie bei der Madonna in S. Anna dei lombardi, beim heil. Karl in der Kirche S. Agnello, und beim Christus unterm Kreuze bei den Unheilbaren; Bilder, welche von Kennern als höchst glückliche Nachahmungen An- n ibale's gelobt werden! Uebrigens verräith er meistens durch die übertrieben starken Lichter und Schatten die Caravag- gische Schule. Er war ein bedächtiger, nicht eiliger Maler. Doch hat man so schwache Werke von ihm, dass Dominici glaubt, sie seien denen zum Schimpf gemalt, welche sie nicht theucr bezahlen wollten, oder von Mercurio tPAVcrsa, seinem nicht eben besten Schüler. Diese drei so eben nach der Reihe beschriebenen Maler waren die drei Häupter der fortdauernden Verfolgungen, welche mehrere Jahre nach einander nicht wenige auswärtige, zufällig dahin gekommene, oder auch eingeladene Maler in Neapel er- litten. Bcllisnrio hatte sich theils durch seinen Ruf, thcils durch Verstellung, theils auch gewaltsam eine Herrschaft, ja eine Tyrannei über die Neaplcr Maler verschafft. Einträgliche Bestellungen nahm er für sich; für die übrigen schlug er die- sen, oder jenen von ihm abhängigen Künstler vor, deren er viele und meistens sehr alltägliche hatte. Der Ritter Mas- simo, Santafede, und die übrigen geschicktern, wenn sie nicht von ihm abhingen, befassten sich nicht damit, weil sie ihn als einen rachsüchtigen, betrügerischen, jeder Unthat fähi- gen Mann fürchteten, der sogar aus Neid Luigi Roderigo, dem geschicktesten und sittigsten seiner Schüler, Gift be- rcitete. Um sich nun auf seiner Stelle zu behaupten, musste Bel- lisario die ausiviirtigen Oel- und Wandmaler verdrängen. Im Jahr 1699 kam Annibalc dahin, die heil. Geistkirche und die del Gesir Nuovo zu malen, für welche er wie zur Probe seines Styls ein kleines Bild fertigte. Der Grieche und seine Jünger, welche über dies trefiliche Bild urtheilen sollten, sagten einstimmig, es sei kalt und der Künstler habe keinen lulschr. gönnte, wie er denn auch lühlich in einigen gute Kümtler dieser Schule erwähnt wird. Nachrichten über L0