Kapitel. Altchristliche Epoche. So hatte denn die altchristliche Malerei über ein halbes Jahr- tausend lang sich in Zahlreichen und ansehnlichen Werken bethätigt, Ohne über die ersten Schritte zu einer Neubelebung der Kunst hinaus zu kommen. Die letzten RßStß der Antike hatte sie aufgezehrt und als Grundlage eines neuen Stils verbraucht, der dann aber unfähig aus sich selbst zu freieren Entwicklungen zu gelangen, dem gyzantinismus und der Erstarrung verfallen war. In der wilden Auflösung der Staat- lichen und sittlichen Zustände, Welche Italien in den letzten Epochen dieses Zeitraums zu überstehen hatte, war auch in die Kunst Rohheit und Verwilderung eingedrungen, die sich seltsam mit dem steifen Ce1.e_ moniell der byzantinischen Kunst kreuzte. Dennoch war eine feste Grundlage gewonnen, der Üebergang aus dem Symbolischen in's Geschichtliche gefunden, eine Reihe bedeutsamer Typen für die Haupt- gestalten festgestellt worden. An diesem Punkte konnte die Entwick- lung der Folgezeit anknüpfen.