Buch. Kill? gabung für die Malerei sie noch in der ersten Hälfte des 1G. Jahr- hundert durch Künstler, wie Albrecht Dürer und Hans Holbein, so glänzend bethätigt hatte, durch seine besonders harte und lang- daufile Ungnnst der äusseren Verhältnisse zu verhältnissmässig, in der ZahTgeringen, in der Güte untergeordneten Leistungen in der Kunst herabgedriickt werden kann. Die furchtbare geistige Aufregung, das allgemeine Gefühl der Unsicherheit, welches der dreissigjahrige Krieg in Deutschland erzeugte, waren schon der ruhigen Stimmung, welche zum Gedeihen der Kunst erforderlich ist, in hohem Grade entgegen. Dieser Krieg verschlang aber über- dem die Mittel der Staaten, wie der Einzelnen, in solchem Maasse, dass es häufig selbst in dem N öthigsten zur-Befriedigung der dringend- sten Bedürfnisse fehlte, begreitlicherweise daher für die Herstellung von Kunstwerken nur sehr ausnahmsweise etwas erübrigt werden konnte. Nachdem endlich der Friede wieder hergestellt war, fand sich aber das Land inreinem Grade erschöpft, die Nation in einem Maasse verwildert, dass an ein fröhliches Aufblühen einer natio- nellen Malerei vollends nicht zu denken war. Unter so traurigen Umständen gelang es einigen, der in dieser Zeit in Deutschland auftauchenden, Talente nur dadurch zu einer gedeihliehen Entfal- tung zu kommen, dass sie sich der Malerei in Belgien, mehr nüßll der in Holland, eng anschlossen. Die Schule VOll Belgien. Erstes Kapitel. Peter Paul Rubens. Der Genius, welcher diese grosse und heilsame Umwandlung der Malerei in seinem Vaterlande hervorbrachte, war Petru s P aulus Rub en s. 1 Seine künstlerisehe Eigenthümlichkeit war eine 1 Nach Zweck und Umfang dieses Handbuchs kann Rubegs lfier 91x? in seiner Bedeutung als Künstler betrachtet, und auch nur eine verhaltmssmasslg mdssige