Kapälle Chigi. Madonnen, heil. Familien. 223 Verwandtschaft mit den ersten Bildern der Loggien zu ur- theilen, erst nach 15113 entstanden sein kann: die Vision des Ezecliiel, gegenwärtig in der Galerie des Palastes Pitti zu Florenz befindlich. Es stellt den Herrn in einer Glorie hellleuchteiider Cherubsköpfe dar, ruhend auf den mystischen Gestalten des Stiers, Adlers und Löwen, und der Engel anbetend zu deren Seite, die Arme ausgebreitet und von zwei Genien getragen. In diesem kleinen Bilde ist eine WVürde, Majestät und Erhabenheit, und diese wiederum mit einer so uiicrgründlichen Schönheit verschmolzen, der Con- trast jener beiden zarten Genien zu der Gestalt des Allmäch- tigen in so edler Weise gehalten, das Ganze der Corn osi- tion so klar entwickelt, daass es in der That als eins derPvor- züglichsten_Meisterwerke des Künstlers genannt werden muss. Michelangelo hatte den Typus des Gott-Vaters in ähnlicher WVeise vorgebildet: er stellte ihn, wie im Wehen des Stur- mes, Rafael wie im Glanze der aufstrahlenden Sonne dar. Auch hier sind beide Kleister Wunderbar gross, beide ähnlich und verschieden und keiner von ihnen der grössere. Eine Uopie, früher in der Galerie Orleans beüiidlich und für das Original gehalten, ist gegenwärtig zu Stratton in England. Auch ein etwas späteres Werk RafaePs zeigt, (lass er in denjenigen Gegenständen, in welchen Nlichelaiigehfs ganze Grösse zu Tage tritt, eine ihm eigenthümliche freie Schön- heit zu entfalten vermochte, welche als das edelste Gegenbild zu der dämonischen Machtfülle seines Rivals erscheint. WVir meinen die Decoration der Kapelle Chigi in S. Maria del 4.. POPOI? zu Rom. Hier sollte die Kuppel die Schöpfungs- iääsfäihvte bis zum .bllll(lelllilll,rVlel' ljrophetenstatuen die Ver- den neägnlläd äinä grosse Vlandbiltler die Erfullung durch Jonas, Welchlln R farstellen. Mit Ausnahme des Propheten erlebte er bljä da? agil selbst ausgefulgt zu haben scheint? de Pace (maesmieL osaiciiung dlelr IxiIDPelZ diLrch Luigi Jahre lölßä). In . uisaccio) _nac seinen eic nungeii im einem Mittelrund sieht man den ewigen J musaicz" Vgl. della cupola nella cayvlla Chigiaoza di