im und J ahrh. 249 Eine solche Abgesehmacktheit wurde in einer unwissenden und darum leichtgläubigen Zeit willig geglaubt. 184) Dass die Geistlichkeit sie verbreitet und in diesen wie in manchen andern Fällen mit boshafter Geschäftigkeit daran gearbeitet hat den Charakter ihres Fürsten in übeln Ruf zu bringenfsö) wird Niemand in Erstaunen setzen, der weiss, wie leicht der Zorn der Kirche zu erregen und wie bereit die Geistlichkeit immer ist, die ihr im Wege stehen, selbst mit der gemeinsten Verleumdung zu über- schütten. Die angeführten Zeugnisse beweisen, dass die presby- terianischen Geistlichen ihr gewaltthätiges Verfahren gegen die verfassnngsmässigen Autoritäten des Staats bis zu einer ungezie- menden, wenn nicht verbrecherischen Höhe trieben; und wir können sie nicht von dem Vorwürfe frei sprechen, dass sie eine unruhige, gewissenlose Körperschaft waren, die gierig nach der Gewalt strebte und gegen Alles was ihren Ansichten in den Weg trat, gröblich unduldsam war. Dennoch war die wirkliche Ursache ihres Betragens der Geist ihrer Zeit und die Eigenthümlichkeit ihrer Lage. Niemand von uns kann mit Sicherheit sagen, wir würden, wenn wir genau in ihrer Lage gewesen wären, anders gehandelt haben. Jetzt freilich können wir von ihrem Verfahren, wie es in den Berichten ihrer eignen Versammlungen und bei den Geschichtschreibern ihrer eignen Kirche vorliegt, nicht ohne ein unbehagliehes Gefühl des Widerwillens, fast möchte ich sagen des Ekels, lesen, wenn wir uns so viel Aberglauben, so viel Chicane, so viel niedrigen schmutzigen Kunstgriffen und doch zugleich so viel anmaassender und ungezügelter Unverschämtheit gegenüber finden. Die Wahrheit jedoch ist, die Zeit in Schottland war eine böse Zeit, und das Böse stieg an die Oberfläche herauf. Die Zeiten waren aus dem Geleise gerenkt und es war schwer sie wieder einzurichten. Das lange Vorherrschen von Anarchie, Un- wissenheit, Armuth, Gewaltthat, Betrug, innerem Aufruhr und Ein- fallen von Aussen hatten Schottland zu einem Zustande herunter- breitung dieser „absurd hallucination," siehe Tke Spottiswoode Misoellany, I1, 320, Edinburgh 1845. 434) Siehe eine gute Anmerkung in Pitoaiwüs Oriminal Trials in Saotland, II, 179, Edinburgh 1833, 41:0. Vergl. Lawsorfs Book of Perth, Edinburgh 1847, p. XXXIX. 485) Ihre Sprache und ihr ganzes Betragen machte Jacob so wüthend, dass er 1592 die leidentschaftliche Erklärung ausstiess: „it would not be weill till noblemen and Sßntlemen gott lieence to breake ministerä heads." Ualderwoozfs History of tke Kirk, V, 14a.