Dom ZU Braunschweig. 671 Kirchen, einzelne statuarische Gestalten, sondern durchweg historische Hergänge, die in innere Verbindung gebracht sind. Im Mittelpunkte der Vierung als Schlussstein des Ganzen sehen wir in einem Medaillen das Lamm mit Kreuzesfahne und Kelch; ihm entsprechend am Rande die- Ses Gewölbes einen Mauerkranz mit zwölf Thürmen, aus welchen die Apostel hervortreten, auf ihren Spruehbändern die Worte des Glaubensbekenntnisses; unterhalb derselben, in den Ecken des Gewölbes acht Propheten mit Schrift- Stellen von der Herrlichkeit Zions. Sie stehen daher hier als Grundsteine des himmlischen Jerusalems, das durch jenen Mauerkranz versinnlicht wird. Der Raum zwischen dem Lamm und der Mauer ist dann noch in sechs Felder getheilt, in welchen Anfang und Ende der Heilslehre dar- gestellt sind; die Geburt, die Präsentation im Tempel, die drei Marien am Grabe, Christus auf dem Wege ilach Emmaus und demnächst mit den beiden Jüngern am 'l'ische, und endlich die Ausglessung des heiligen Geistes. Das Gewölbe des Chorquadrats zeigt dann den Stammbaum Christi, noch an dem trennenden Gurtbogen Adam und Eva, darauf in von Weinlaub umrankten Medaillons Abra- ham, David und endlich die Mutter des Herrn. Von den daran stossenden Wänden enthält die nördliche zunächst- die Geschichte Abels und Cains, Opfer, Mord und Strafe, die südliche theils Moses, wie er den Herrn im feurigen Büsche schaut llIl(l wie er die eherne Schlange aufrichtet, theils Abraham, der die Engel bewirthet und seinen Sohn Zll opfern bereit ist. Auf beiden Seiten im Scheitel des Bßgenfeldes Gott Vater, dort vom Regenbogen umstrahlt das Opfer Abels annehmend, hier im feurigen Busche. Im Südlichen Kreuzarme enthält das Gewölbe in seinen vier Kappen Christus mit der Jungfrau gemeinschaftlich thronend nebst den vier und zwanzig Aeltesten und Engelchören. An