358 Rheinischer Uebergangsstyl. caden des Vorbaues kommt der all; ikgilllllllllyblillll litt"; Spitzbogen, jedoch nur ausnahms- weise neben überhöheten oder aus- gezaekten Rundbögen vor. Dage- gen ist jener Bogen im Inneren an l ' den Nischen des Chores, in den v grossen unteren Arcaden, m den lyuullü .gethe1lten Bogen der Empore und an den Gewölben consequent durch- st New geführt. Wir sehen ihn daher hier ,an tragenden Bögen ausschliesslich angewendet, dürfen aber annehmen, dass diese Consequenz noch neu war, da das Kreuzschiif der Klosterkirche zu Spayn, 1202 erbaut, und die Castorkirche zu Coblenz, nach einem bedeu- tenden Herstellungsbau 1208 geweiht in], noch keine Spur desselben zeigen, diese vielmehr an ihrer Chornische nur die rundbogige Decoration mit kräftig gegliederten Fenstern, Arcaden und der Zwerggallerie hat. Diese sicher datirten Gebäude mögen uns als Anhalt dienen, um danach die grosse Zahl verwandter rheinischer Bauten, deren Entstehungszeit wir nicht nachweisen kön- nen, zu ordnen. Man hat angenommen, dass die Mehr- vzahl derselben nach den Kriegen zwischen Philipp von Schwaben und Otto IV welche von 1198 bis 1206 das Rheinland verwüsteten, und bei welchen häufige Feuers- brünste stattfanden , erbaut sei. Indessen ist dies na- 3'] v. Lassaulx a. a. O. S. 472 und 460. Der baukundige Ver- fasser vermuthet, dass die decorative Aussenseite der Chornische der älteren Mauer nur als ein Mantel umgelegt sei. Vgl. Moller I, Tafel 47 und 8. H) Caesar von Heisterbach II, 30. Provinciae incendiis vastantur _et ecclesiae depraedantur, sanguis multus funditur. V. 37. Terra ra- pinis et incendiis vastatur. Andemachum, Remage, Bonna aliaeque willae plurimae exustae sunt.