140 Französische Gothik. Theil des Schiffes nebst der Fagade vollendet war. Sein Nachfolger wurde Robert von Coucy, der damalige Meister des Dombanes, welcher 1297 den Chor vollendete, bei Seinem im Jahre 1311 erfolgten Tode aber noch die Kreuzschiffe unvollendet hinten-lies. Diese zwar in kleineren Dimensionen erbaute, aber Wegen der Schönheit und leich- ten Anmuth der Verhältnisse auch in den Zeiten, wo man die gothische Baukunst wenig verstand, gepriesene Kirche ist in der Revolution abgebrochen, doch sind genügende Abbildungen erhalten mit). In der Gestaltung des Schiffes und seiner Pfeiler schloss sich Meister Hugo dem Style des Doms an, gab aber seinem Bau durch die Anbringung grosser, viertheiliger Fenster schon die möglichst geringe Mauermasse. Besonders ist die Facade überaus reizend; ohne grossen bildnerischen Schmuck, aber mit Wohlge- bildetem Portale, reicher Rose, schlanken durch grosse Fenster erleuchteten Thürmen, giebt sie die schönste Ver- bindung von kräftigen Massen und Durchbrechungen und diente späteren Bauten häufig zum Vorbilde. Auch an den grossen Domen War man gegen das Ende der Epoche überall mit dem Inneren und dem Gerüste des Gebäudes fertig und beschäftigte sich daher mit der Aus- schmückung des Aeusseren, der Strebepfeiler, Bögen, Fialen, mit der Anbringung des Bildwerks und endlich mit der Vollendung der Fagade. Auch hier können Wir Rheims, p. 19), ist jetzt neben der Treppe des erzbischöflichen Palastes eingemauert. Der Name heisst wohl nicht Libergier, sondern li Bergier, der Schäfer, als aus väterlicher Beschäftigung entnommener Beiname. Rheims bewahr- und St. Nicaise 1') Wie dies sein früher im Kloster St. Denis in ter Grabstein argiebt, der ihn als Meister von N. D. bezeichnet. Whittington a. a. 0., p. 129. age In du Somärard YArt au moyen Panc. Franco. Champagne Livr. 13. in und Voyage dans der