in der Architektur. 577 in Beziehung auf der Weberei ge- ich linde , mu- ein Mal, lllld zwar nicht in Beziehung auf künstlerische Form , sondern auf die Art der Weberei ge- dacht i). Eine unmittelbare künstlerische Verbindung des nörd- lichen Abendlandes mit dem byzantinischen Reiche ist daher überall nicht erweislich und nicht Wahrscheinlich. So weit also Spuren einer byzantinisirenden Richtung hier vorkom- men, könnte sie nur mittelbarer Weise über Italien hieher gelangt sein. Es ist, wie erwähnt, möglich, dass jene angeblich griechischen Bauleute, deren sich Meinwerk an der Bartholomäuskapelle zu Paderborn bediente, aus den südlichen, griechisch redenden Theilen von Italien stammten. Bei den anderen italienischen Bauleuten und Malern, deren in Deutschland und Frankreich gedacht wird, ist es da- gegen nicht wahrscheinlich, dass sie gerade aus diesen Gegenden stammten. Die, deren engeres Vaterland ange- geben wird, wie z. B. jener Abt Wilhelm von Dijon nebst seinen, ihm nachfolgenden Landsleuten, und ferner gewisse Arbeiter, welche Suger bei der Ausschmückung von St. Denis zuzog, waren Lombarden. Indessen war der ganze Verkehr des Abendlandes mit Italien theils durch den Handel, theils durch kirchliche Beziehungen, theils endlich, so viel es Deutschland betrifft, durch das Kaiserthum und die Römerzüge so lebendig, dass Mittheilungen aller Art nicht ausbleiben konnten. Jedenfalls kam aber auf diesem Wege die byzantinische Kunst nur in der Umgestaltung und Anwendung, die sie in Italien erhalten hatte, nach dem Norden, und auch darüber, in Welchem Maasse dies i") Abt Rothing von Fulda (1040 1047) hatte ein Gewand aus Wolle in griechischer Weise verfertigt. Vita Bardonis, archip. Moguntini c. 10. Sarcile ex lana Graeco facta opere per manus Ro- thingi. Vgl. Stenzel Gesch. der fränkischen Kaiser I, S. 141, und Ducange s. v. Sarcile. Vita Bardonis major cap. 10, in Böhmefs Fontes rerum Germ. III, 226. IV. 2. 37