Elfenb einarbeiten, 343 in Saumur um 985 grosse Teppiche mit bildlichen Dar- Stellungen in seinem Kloster weben, wie dies eine da- bei erzählte Anekdote ausser Zweifel Setzt 51:1 Bald arbeiteten die Klöster nicht bloss für ihren eigenen Ge- brauch, sondern auch für den Handel. Namentlich im Poitou scheinen schon im 11. Jahrhundert grössere Fa- briken bestanden zu haben, wenigstens bestellt der Bi- schof von Vercelli im Jahre 1025 bei dem Grafen Wilhelm von Poitou ein „tapetum mirabile", welches dieser zusagt, wenn er ihm Länge und Breite angegeben haben werde, und bald darauf bietet derselbe Graf dem Könige von Frankreich bei einer Unterhandlung über ein gemeinschaftliches Unternehmen neben einer Summe baaren Geldes hundert Stücke Tapeten anfi-i). Es liegt in der Natur der Sache, dass diese mechanische Arbeit dem Style der Zeichnung, der sich in der freieren Kunst aus- gebildet hat, folgt, und dass sie, selbst bei höchster technischer Vollendung, hinter den gegebenen Vorbildern zurückbleibt. Dieser Abstand ist aber um so grösser, je weiter die Kunst in lebendiger Darstellung vorgeschritten ist, und War daher im früheren Mittelalter ziemlich gering, so dass die allerdings kleine Anzahl älterer Werke dieser Art ohne Bedenken mit unter den Belegen für den jedes- maligen Styl in Betracht kommt. Die Uebung in Elfenbein zu schneiden war sehr verbreitet, und fand vielfache Anwendung bei Crucifixen, Statuen, Hausaltären, auch bei kleinen Reliefs auf Bücher- deckeln. Denn zu der würdigen Ausstattung der heiligen Martene et Durand Amplissima colleclio V. col. 1106 und 1107. Die ganze mehrfach interessante Stelle ist in beiden anga- führten Werken von Jubinal abgedruckt. S. wiederum die Belege bei Jubinal und Emeric David u. a. 0.