I82 Der romanische Styl. Ausbiegung des Würfelkapitäls hatte, sondern zwischen beiden blieb; oder so, dass man gar keine Ausladung gab, und das Kapitäl (zylindrisch wie den Säulenstamm formte, und nur durch die Verzierung bezeichnete; oder endlich indem man beide Formen verband, unten mit dem schlanken Kelche des korinthischen Kapitals begann, dann aber, statt diese sanfte Schwingung fortzusetzen, es schneller ausladen und sich oben _ fast viereckig gestalten liess, oder doch dem Kelche durch eine starke Ausladung der Blätter eine Aehn- l lichkeit mit der Würfelform gabii). Allen diesen Formen war aber die schon erwähnte hohe, nach oben meistens erweiterte, Deckplatte ge- mein, so dass auch bei der gräss- äi l'un" ten Aehnlichkeit mit dem korin- thischen Kapitäl der Effect doch ein wesentlich verschie- dener war. Bei manchen Pfeilerformen wurden endlich die Kapitäle niedrig und flach gebildet, so dass sie nur einem blassen Gesimse glichen, dies geschah namentlich bei den schweren Rundpfeilern des englischen Styls. Auch bei demr völlig gegliederten Pfeiler nahmen sie schon jetzt zuweilen die Form eines Kapitälgesimses an, indem sie nicht bloss den einzelnen Halbsäulen entsprachen f) Die französischen Archäologen haben diese Formen zu clas- ßiüciren versucht; sie zählen auf: konische, pyramidale, glok- ken-, herzförmige, vasen förmige (urcäolimit eingezogenemliande), trichterförmige (infundihuliforme, mit concaver Ausladung des Kelchs), schalenförlnigc (scaphoide), gefälIßlf-e (gOdronnzßWür- felkapitäle mit convexer Kannellirung der untem runden Theile) u. a. Vgl. [nstructions du comitä bist. des arts et monuments. Arch. du moyexl age. p. 22.