Symbolis ches Material. 75 erschöpften um in Allem das Bild des Erlösers zu finden. Viel wichtiger aber noch war der prophetische Zusam- menhang zwischen dem alten Testamente und den Heils- Wahrheiten, welchen das Evangelium andeutet. Christus selbst nennt den Propheten Jonas ein Zeichen seiner Auferstehung, die ganze heilige Geschichte setzt eine Verbindung zwischen der Vorbereitungszeit im jüdischen Volke und dem Erscheinen des Erlösers voraus, und schon die älteste christliche Kunst hatte eine Reihe von alttestamentarischen Ereignissen lehren selbst betrachtet. Symbole als der Heils- und Dies ganze Material nahm das Mittelalter auf, und bildete daraus ein umfassendes System. Zunächst geschah dies in Beziehung auf die hei- lige Schrift. Wenn man früher nur einzelne alttesta- mentarische Hergänge als vorbildliche Erscheinungen der Ileilswahrheiten angesehen hatte, bearbeitete man jetzt die ganze Bibel in diesem Sinne und distinguirte mit scholastischer Schärfe mehrere Arten bildlicher Bedeu- tung. Man setzte voraus , dass jede Stelle einen mehr- fachen, wie man gewöhnlich annahm, einen vierfachen Sinn habe; neben der bloss buchstäblichen oder histo- rischen Bedeutung eine allegorische, welche auf natürliche Erscheinungen, eine ana g o gisc h e, welche auf unsichtbare göttliche Dinge , eine t r 0 p 0 l 0 gis c h e, welche auf moralische Lehren hinweise k). Ein berühmter Schon Boethius sprach es aus, dass die Schrift oft neben dem historischen, einen allegorischen Sinn habe, und eigentlich w" diese Unterscheidung genügend. Rabanus Maurus im 9. Jahrhundert gab zuerst jene vierfache Eintheiluilg, welche nun die Meisten bei- bcllieltexl, obgieich man zuweilen auch eine geringere oder grössere Zahl annahm. Durch Hugo von S. Victor (6- 5- des illlll zugeschrie- benen Liber eruditionis iheologicae) und IIIIIOCCHZ III. (Hurier II.,