Details. 4-29 mischen Sinne schwerer und voller ausfielen. Säulenarten entstanden auf diese Weise nicht. Eigne In der Form des Säulenstammes, in den Kanneluren und der Basis folgte man bei dieser römischen Ordnung ganz den griechischen Vorbildern korinthisehen Styls, doch nicht ohne manche Abweichungen. Bei den Griechen hatten die Säulenstämme immer Kanneluren; die Römer setzten sich hierüber nicht selten hinweg. Höchst wahr- scheinlich war es der Luxus des Materials, der dies ver- anlasste. Der Granit, den sie nicht selten brauchten, War zu hart um diese Bearbeitung leicht anzunehmen; bei kostbaren, buntfarbigen Marmorarten wäre aber die Pracht des Stoffes durch die Schatten der Kannelureil verdunkelt worden. So gewöhnte man sich an den glatten Stamm und brauchte ihn auch da, wo solche Gründe nicht statt- fanden. Auch hier finden wir wie sehr den Römern der zarte Schönheitssinxl der Griechen fehlte, denn der glatte, cylindrische Stamm hat immer etwas Rohes, dem kunst- reichen Werke Unangemessenes. Manchmal gaben sie auch nur den beiden obern Dritteln des Säulenstammes die Kanneluren, während sie das untere glatt liessen, wie wir dies namentlich in Pompeji finden. In andern Fällen wurde die Ilöhlung der Kanneluren am untern 'l'heile des Stammes durch Rundstäbe ausgefüllt. Will man die Säule mit dem römischen Kapitäl als eine besondere Ordnung betrachten, so waren es vier, welche in den römischen Bauten vorkamen; ausser der ionischen und korinthischen, die römische und toseanlische. Diese war ohne Zweifel nicht mehr ganz dieselbe, welche die Etrusker gebraucht hatten, sondern aus einer Ver- schmelzung der etruskischen Form mit der dorischen entstanden. Sie bestand aus einem Stamme, der schlanker