382 Hilpert Himsel. bei welchem er zwei Jahre blieb, alsdann ging er nach Potsdam zurück und studirte in der" Bildergallerie zu Sanssouci. Im Jahr 1773 reiste er nach Rom, wo er unter Pompeo Battani sich übte. Im Vatikan copirte er mit vielem FleiSs die Schlacht zwischen Constantin und Maxentius, welche von Giul. Romano nach Raphaefs Zeichnung in Fresco gemalt ist. Von 1777 besuchte er die übrigen Städte Italiens, ging über Turin nach Paris, von da durch die Niederlande über Antwerpen, um dort die Werke von Rub ens und anderer grossen Meister zu sehen, und durch Holland nach Potsdam zurück. Im Jahr 1798 wurde er Professor der Handzeichnung in dem von ihm errichteten Zeichnungsinstitut zu Potsdam und starb im Jahr 1812. Literatur. Eigene Notizen. Meusel, Teutsches Rünstlerlexikon. Hilpert, Johann Georg, Steinschneider und Zinngiesser zu Nürnberg, geboren zu Coburg im Jahr 1742. Er legte zu Nürnberg eine Fabrik von Basreliefiiguren in Zinn gegossen an, wovon er Erfinder ist; sowie er auch die Formen und Werkzeuge dazu selbst fertigte. Manche Arbeiten lieferte er für Kabinete, z. B. die Bild- nisse Friedrich Feldmarschall Lascy's in Medaillons. Er starb zu Nürnberg im Jahr 1795. Literatur. Füssli, Allgemeines Kiinstlerlexikon. Hiltensperger, Johann Georg, Maler, geboren zu Haldenwang bei Kempten im Jahr 1806. Er erhielt den ersten Unterricht in dieser Stadt bei Weiss, besuchte dann die Akademie in München, und bildete sich unter Cornelius in Düsseldorf noch weiter aus, mit welchem er auch wieder nach München kam. Eine seiner ersten Beschäftigungen in der Frescomalerei war das siebente Bild in den Arkaden des Hof- gartens, Bayerns Herzog Albrecht III. schlägt die böhmische Krone aus. Bald darauf ging er im Auftrag König Ludwigs nach Neapel und Pompeji, um dort die Antikenmalerei zu studiren. Von da "zurückgekehrt zierte er im Königsbau das Servicezimmer des Königs mit Darstellungen zu den homerischen Hymnen nach Ent- würfen von Schnorr an der Decke in Fresco, das Ankleidezirnmer des Königs mit Bildern aus den Lustspielen des Aristophanes nach Compositionen von Schwan- thaler, und die Gast-zimmer des Saalbau's mit einem zusammenhängenden Cyklus von Darstellungen aus der Odyssee nach Entwürfen von ebendemselben in enkausti- scher Manier, auch sind die Fresken an den beiden Giebelfeldern des königlichen Hof- und Nationaltheaters, welche die Musen und Horen zur Anschauung bringen, V. sein Werk. E1' bedient sich beigesetzten Monogramms. Literatur. Brulliot, Dictionnaire des Monogrammes. Marggraff, München S. 297, 304, 325, 540.- Müller, Universalhnndbuch von München. Hilton, William, Maler in London, geboren im Jahr 1787. Er war Professor an der Antikenschule und Inspektor (Keeper) der königlichen Akademie zu London. Seine letzten ausgestellten grossen Bilder Waren: der bethlehemitische Kindermord und Mönche, welche den Leichnam König Haralds finden, beide einen Fortschritt in der Kräftigkeit seines Styls bekundend. Am glücklichsten war er indess in der Darstellung des Anmuthigen und im Ausdruck zarter Empfindungen. Zu seinen besten Bildern gehören: Jakob und seine Söhne; Una und die Satyre; der Raub der Proserpina, sämmbliCh Muster von Einheit der Idee und Reinheit der Ausführung. Er starb zu London im Jahr 1840. Literatur. Cottaüsches Kunstblatt 1840, Nro. 21. Hilts, Johann, siehe HültZ. Himsel, Johann Ulrich, Baumeister und Ingenieur, geboren zu Neukirchen im ehemaligen Regenkreise im Jahr 1787. Er übte sich zuerst bei Seinem Vater, der Landbaumeister war, theoretisch und praktisch, bildete sich sofort in München unter Fischer im Architekturzeichnen weiter aus, und wurde hierauf in Paris Eleve an der Akademie der bildenden Künste. Im Jahr 1810 ernannte ihn König Maximilian zum Bauinspektor, und bewilligte ihm im folgenden Jahre die Mittel zu einer Reise nach Italien. Hier entstand sein Werk, Magazin der Baukunst, besonders für Deutsche. Im Jahr 1816 wurde er königlicher Bßllrßth- Im Jahr 1825 bereiste er im Auftrag der Regierung Frankreich und England. Sein Verdienst ist die Bewäl-