454 dass defuncta renasci, vornehmlich den Phönix unbedenk- lich geltend macht. S0 nennt auch der Verfasser des Buchs de trinitate 1) aus der zweiten Hälfte des sechsten Jahrhunderts ihn, mit den Worten Tertullian's, den vollsten und sichersten Beweis dieser unserer Hoffnung (von der Auferstehung). Aber auch zur Unterstützung anderer dogmatischen Lehren hat man die Natur und Geschichte des Phönix als Analogie benutzt. Bei der Lehre von dem Ausgehen des heiligen Geistes vom Vater im Unterschied von, der Erzeugung des Sohnes beruft sich Gregor von Nazianz 2) unter den verschiedenen Arten der Erzeugung auf den Phönix (ohne ihn zu nennen) als ein Beispiel, dass ein Wesen von sich selbst untergehe und erzeugt werde. Doch macht er dabei über die Glaublichkcit der Sage einen Vorbehalt. Und eine Parthei der Monophysiten, bezog sich für die Annahme, dass Christus eine nur individuell vor- handene Natur sei (eine cpzirng uovadber), nicht yewmj) Eine Natur befasst in Einer Person, auf den Phönix als Beweis ihrer Lehre, da auch in ihm die ganze Gat- tung in dem Individuum aufgehe. Worauf aber der eifrige Gegner der Monotheleten und Monophysiteil, Maximus 3), entgegnet: er scheue sich darauf zu antworten, aus Be- sorgniss, bei Verständigen als ein Thor verlacht zu werden, wenn er es unternehme zu zeigen, dass die Fabel eine Fabel sei. In der lateinischen Kirche dagegen machte man die 1) Ps. Ambros. De trinit. tract. c. 34. Opp. 2) Gregor Naz. Orat. XXXI. (Theol. V.) c. s) Maxim. ad Petr. Illustr. Lib. adv. dogm. p. 297 sq.