78 Oechalia 1), ferner zu Tanagra: an diesem Ort hatte der Her- mes xgiorpifgog auch einen Tempel, und an seinem Feste ging der schönste der Jünglinge um die Stadt herum mit einem Lamm auf seinen Schultern; denn Hermes, hiess es, habe einen Widder um die ltlauern tragend die Stadt von der Pest befreitQ). Uebrigens gab es auch eine Geheimlehre von dem Hermes und dem Widder, welche Pausanias (II, 3, 4.) scheu verschweigt. Von diesem widder- tragenden Hermes aber haben sich auch mehrere Denk- mäler des Alterthums erhalten. Erstens eine kleine ltlarmor- Statue in der Pembroekeschen Sammhurg in Wiltonhouse 3): er trägt auf seinen Schultern den Widder, dessen F iisse er auf der Brust mit beiden "Händen hält. Dieselbe Vor- Stellung findet sich auf einer Volcenter Kylix 4), nur dass hier Hermes auch den Caduceus in der Linken halt. W 0- gegen auf der Schale des Sosias ebenfalls aus Volei im Museum zu Berlin (Vasen, n. 1030.) ä) in einer Götter- versammlung Hermes sich zeigt, wie er den Wi(.ldei' vorne auf der Brust zwischen den Armen trägt Der erstere Typus nun ist ganz derselbe, wie auf christlichen Denk- mälern der gute Hirte gebildet ist. Beide Vorstellungen stimmen so sehr überein, dass sie sogar verwechselt werden können. Auf einem Sarder ehemals im Museum des General-Abt Chiappini zu Rom l) Pausan. V, 27., 5. lV, 83, 4. 2) Pausan. IX, 22, 2. a) Clarae Muse-e de Sculpt. Pl. 658. n. 1545. b. 0. Müller Denkmäler der alten Kunst T11. Il. T. XXIX. n. 324. Panofka Die lleilgiätler der Griechen, in den Philolog. und histor. Ab- handl. der Aliad. zu Berlin, Jahn-g. 1843. S. 267. Tal. I. lig. 7. 4) Inghirami Mus. Chius. T. I. Tav. XXXV. Panofka 21.11.0. llg. 8. s) Gerhaärd 'l'rinlsschz1len lles h". Museums zu Berlin Vl. VI]. S. 10.